XXXII
Einleitung.
aliquem laicuin aut in matriculam universitatis non intitulatum sinerationabili causa per rectorem universitatis et magistrum burse appro-bata, sub formidacione gravis pene per ipsam universitatem infligende 1 .Später wurden weitere Vorschriften gegeben bzw. die bestehendenwiederholt. In den Statuten der Artistenfakultät von 1490 wird auchvon Fakultäts wegen beschlossen, quod nullus rector burse scienteraliquem non intitulatum matricule huius alme universitatis in bursasua ultra octo dies foveat sub pena unius floreni. Noch strengerhinsichtlich der Zeitdauer, während welcher ein Nichtinskribierter inder Burse zu dulden ist, lautet ein auf Grund von schlimmen Erfah-rungen in Einzelfällen gefaßter Beschluß des Senats vom 30. Mai1498: Conclusum est, quod omnibus habentibus scolares mandetur perrectorem, ut non intitulatum ultra triduum non teneant in bursa autdomo, sed eos compellant, ut faciant se intitulari, aut expellant dedomo vel bursa; hinzugefügt wird hier noch: hoc idem universitasvoluit iniungi pedellis, ut omnes non intitulatos moneant, quod faciantse intitulari. Etwas weitherziger lautet die betreffende Bestimmungin den Statuten des Lorichius (1581), wo den hospites studiosorum(die eine Handschrift hat studiorum') als erstes eingeschärft wird, nequem in commensalem recipiant, qui non sit (sit fehlt in einer Hand-schrift) in album studiosorum inscriptus aut intra proximam quindenamse inscribi non curaverit. Die zweiwöchentliche Frist entspricht derallgemeinen Bestimmung dieser Statuten de inscriptione studiosorum,vgl. oben p. xxvn.
Auf acht Tage wiederum beschränkt wird die Frist in den Statutender Artistenfakultät von 1603 (cap. de contuberniorum regimine etstatutis eorundem): Amplius statuit facultas, quod nullus rector bursaescienter foveat aliquem, qui matriculae universitatis non est inscriptus,ultra octo dies sub poena unius floreni.
Aber trotz aller Vorschriften und Warnungen 2 wurde die Inskriptionvon seiten der Studierenden vernachlässigt und umgangen. Daß dieshauptsächlich in Zeiten von Kriegsunruhen, der Pest und andern un-siehern „Zeitläuften“ der Fall war, ist klar, und ein einziger Blickin den Matrikeltext selbst von solchen Jahren (z. B. der dreißiger.fahre des 17. Jahrhunderts) zeigt, welche Verwirrung herrschte und
1 Ähnliche Bestimmungen wie diese und die vorher anfgezählten finden sichauch in Heidelberg. Vgl. Toepke, Einleitung xx. — Umgekehrt heißt es in denStatuten von 1581: Nullus inscribetur, qui non sit a conventore collegii burseadmissus, aut non studuit antea in academia quapiam probata . . . J. König imFreiburger Diözesanarcliiv XXIII 71.
- Vgl. z. B. Senatsprotokoll vom 8. Juni 1612: . . . soll ein mandat angeschlagen werden, daß sich alle studiosi lassen einschreiben.