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1 (1907) Einleitung und Text
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LXXVIII
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Einleitung.

bessern, protinus repellantur ab academia insupercpie et nomina ipsorumin studiosorum albo obliterentur, si transgressionis atrocitas ita com-mereatur. Viel strenger lautet ein Beschluß vom 3. Februar 1643:Welcher sich pro studioso alhie achten will, der solle frequentierenoder ipso facto pro excluso gehalten werden. Man wollte offenbar injenen kriegerischen Zeiten, wo so lange die Studien brachlagen, mitbesonderer Strenge zu einem endlich wieder regelmäßigen Besuch derVorlesungen anhaiten 1 .

Ob auch mit der Exklusion Bestrafte unter Umständen späterwieder in Gnaden aufgenommen wurden, scheint mir nicht wahrschein-lich. Nicht nur ist kein derartiger Fall bekannt, sondern der obenmehrfach vorkommende Ausdruck perpetua exclusio spricht wohl da-gegen 2 .

YJII. Zahl der Immatrikulierten.

Was die Zahl der Inskribierten betrifft, so verweise ich auf dieTabelle I sowie die Kurven I, II, III und namentlich IV. Sie gebenein lebendiges Bild einer auf- und absteigenden Bewegung, derenGründe ich in meinen mehrfach erwähnten Mitteilungen im 13. und17. Band der Zeitschrift der Gesellschaft für Geschichtskunde in Frei-burg i. Br. (speziell S. 1828 und S. -2338 der beiden genanntenBände) darzulegen versucht habe. Tiefstände in der Entwicklunghaben wir, wie ein Blick auf die erwähnten Kurven zeigt: 1. um 1480(Rückschlag nach der in den Jahren der Gründung besonders hohenZiffer 3 und erstes stärkeres Auftreten der Pest), 2. in den zwanzigerJahren des 16. Jahrhunderts (Reformation und Bauernkrieg), 3. um1640 (Dreißigjähriger Krieg); Höhepunkte dagegen: 1. im zweitenJahrzehnt des 16. Jahrhunderts (Humanismus), 2. um 1560 (Auf-schwung nach dem Daniederliegen der Studien zur Reformationszeit,starkes Zuströmen von Ausländern, vgl. die Diözesantabellen), 3. erstesJahrzehnt des 17. Jahrhunderts und namentlich 4. die Jahre 1620 ff(Jesuitenberufung). Der erste Höhepunkt (infolge des Zudrangs zu

1 Auch über solche, die schon die Universität verlassen haben, wird nochnachträglich die Exklusion ausgesprochen; so wird 26. April 1613 ein Tiroler ausder Matrikel ausgelöscht undsein nara under alle undancklibare referiert, wennman wisse, wo er sich aufhalte, solle er zitiert werden; und 14.November 1638 wurdenzwei infolge der Kriegswirren Weggezogene, von denen der eine sogar beim FeindDienste angenommen hatte, ausgeschlossen, obwohl man sich selbst sagte, daß siedurch den Weggangeo ipso privilegiis quasi renunciert hatten.

2 Vgl. jedoch auch die Ausführungen von Erler lxiii, wo für Leipzig fest-gestellt wird, daß dort freilich mitunter auf besondere hohe Empfehlung hin einereassumptio stattfand.

3 Vgl. Eulenburg, Frequenz 48 A. 2.