IX. Heimatsangabe.
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humanistischen Studien) und der zweite Tiefstand (infolge der religiösenund sozialen Umwälzungen) sind allgemein beobachtete, nicht für Frei-burg geltende Erscheinungen, ebenso natürlich der Sturz während desDreißigjährigen Krieges l .
Stärkere Sommerinskriptionen gegenüber denen im Winterhalb-jahr, wie sie im allgemeinen Eulenburg (Frequenz 63 u. 82) für diefrühere Zeit (bis 1540) feststellt, finden sich für Freiburg, wie dieZahlen von Tabelle I zeigen, eigentlich erst seit 1532, dann aber dasganze 16. Jahrhundert hindurch 2 , bis erst im 17. Jahrhundert derUnterschied größtenteils wieder verschwindet.
Die schwierige Frage nach der Frequenz, d. h. die Berechnungder jeweils zusammen an der Hochschule Inskribierten aus den unsfast allein nur überlieferten Zahlen der alljährlich Neuintitulierten,hier zu behandeln, liegt um so weniger ein Grund vor, als Fr. Eulen-burg in seinem vorzüglichen Werk „Die Frequenz der deutschen Uni-versitäten von ihrer Gründung bis zur Gegenwart“, Leipzig 1904(24. Band der Abhandlungen der philologisch-historischen Klasse derKgl. sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften Nr II), sie erschöpfendbehandelt hat 3 . Ich verweise namentlich auf die Tabellen II, III undIV. S. 55 u. 100—103 seines Buches.
IX. Heimatsangabe.
Eine genaue Übersicht über die Heimatsverhältnisse (Diözesan-zugehörigkeit) der Immatrikulierten werden die Tabellen II und IIIgeben, auf die ich hiermit verweise 4 . Im Zusammenhang habe ichschon einen gewissen Überblick gegeben in meinen Mitteilungen ausden Matrikelbüchern der Universität a. a. O. Kill 31—42; XVII42—47. Außerdem wird ja das Ortsregister die Zugehörigkeit zu deneinzelnen Orten bis ins einzelne bringen. Ich kann mich hier aufwenige Bemerkungen beschränken.
1 Eulenburg, Ebd. 46—52 und 74—82, sowie die Kurven 49 und 75.
2 Auch hierzu mag das zahlreiche Auftreten der Lothringer und BurgunderAdeligen beigetragen haben.
3 Einige kleine Beiträge für Freiburg, denen noch weitere folgen werden,habe ich in der Zeitschrift der Freiburger Gesellschaft für Geschichtskunde XXI(1905) 281—298 gegeben.
1 Die Diözesanzugehörigkeit ist daselbst, wo es möglich war, auch auf diespätere Zeit (zweite Hälfte des 16. und 17. Jahrhunderts) durchgeführt, obwohl da-mals in den protestantisch gewordenen Gegenden (Norddeutschland, Schweiz usw.)die Diözesen als solche nicht mehr bestanden. Freilich ist die Zahl der aus solchennichtkatholischen Ländern nach der streng katholischen Universität Freiburgkommenden Studenten äußerst gering.
Matrikel der Universität Freiburg. p