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leicht durchsieht lind die zugleich so verderbliche Folgenhaben.
Indessen haben beynahe alle Staaten, alte undneue, wenn sie in eine solche Verlegenheit gekommensind, sich durch eben diesen Kunstgriff zu helfen gesucht.Die Römer verringerten, nach dem Ende des erstenpanischen Krieges, das As,— diejenige Münze, nachwelcher alle andere benannt wurden, — von zwölf Un-zen Kupfer, die sie zuvor enthalten hatte, auf zweyUnzen. Das heißt, sie gaben nun zwey Unzen Kupferdenselben Namen, welchen sie zuvor zwölf Unzen gege-ben hatten. Die Republik wurde dadurch in den Standgesetzt, die großen Schulden, welche sie wahrend jenesKrieges gemacht hatte, mit dem sechsten Theile dessenzu bezahlen, was sie von ihren Gläubigern empfangenhatte. Nach unsern jetzigen Begriffen zu urtheilen,hatte ein so großer Bankerott, der mit einem Mahle ge-schahe, ein allgemeines Geschrey unter dem Volke ver-anlassen sollen. Und doch scheint er kaum irgend eineUnzusriedenhelt erweckt zu haben. Das Gesetz, wel-ches ihn aucorisirte, wrwde so gut, wie jedes andereGesetz, in die Volksversammlung gebracht, wurde so-gar von einem Volkötribun dahin gebracht, und wurdedurch die Stimmen dieser Versammlung bestätigt' Esscheint sogar eine dem großen Haufen angenehme Maß-regel gewesen zu seyn.
Vielleicht haben wir die Ursachen hiervon in fol-gendem Umstände zu suchen. In Rom, so wie in denmeisten alt n Republiken waren die armen Bürger be-ständige Schuldner der Reichen und Großen. Dieseliehen jenen Geld, um sich ihrer Stimmen dadurch zu
ver-