Spaniens Schulden sind von einem sehr allen Datum.Schon vor dem Ende des sechszehnten Jahrhundertssteckte es tief in Schulden, fast hundert Jahre vorher,ehe England einen Schilling schuldig war. Frankreichschmachtet, aller seiner natürlichen Hülssquellen unge-achtet, unter dem Drucke einer ähnlichen Last. Dievereinigten Niederlande sind durch ihre Schulden nichtweniger, als Genua und Venedig, geschwächt. Istes wohl wahrscheinlich, daß eine Verfahrungsart, diein alle andere Länder Noth und Schwache gebracht hat,in Großbritannien allein unschädlich seyn sollte?
Man wird sagen: das ganze Steuersystem dieserLänder si y weit fehlerhafter, als das englische. Ich willdieß zugeben. Aber ist es wohl möglich, daß die wei-seste Regierung, wenn sie alle schicklichen Gegenständeder Besteuerung erschöpfet hat, sich enthalten könne, mFällen neuer dringender Bedürfnisse, auch unschicklichezu wählen? Die weise Republik Holland ist bey einigenGelegenheiten genöthigt gewesen, zu so unbequemenAuflagen ihre Zuflucht zu nehmen, als nur immer diespanischen seyn mögen. Fängt Großbritannien einenneuen Krieg an, ehe es einen beträchtlichen Theil seinerverpfändeten Einkünfte frey gemacht hat; und wird die-ser Krieg, bey seinem Fortgange, eben so kostspielig,als der letzte gewesen ist: so kann er, durch unvermeid-liche Nothwendigkeit, unsere Steuerverfajsung ebensodrückend machen, als die holländische, — oder als selbstdie spanische ist.
Zur Ehre unsers gegenwärtigen Steuersystems seyes gesagt: es hat bisher dem Nationalfleiße so wenigHindernisse in den Weg gelegt, daß mitten unter den
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