Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
431
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Ein gewisser Schriftsteller hat die öffentlichen Fondsaller verschuldeten europäischen Nationen, besondersder englischen, als ein neues großes Kapital vorgestellt,das zu dem bisherigen Landeskapital hinzugekommenwäre, durch dessen Hülfe der Handel dieser Länder wei-ter ausgebreitet, ihre Manufakturen mehr vervielfäl-tiget, ihre Ländereyen mehr und besser angebauet wor-den wären, als es durch jenes alte Kapital hätte gesche-hen können. Er bedenkt nicht, daß jedes Kapital,welches ein Staatsgläubiger der Regierung leihet, vdndem Augenblicke an aufhört ein Kapital zu seyn, undzu einem Einkommen wird; daß es aufhört, produk-tive oder hervorbringende Arbeiter zu unterhalten,und zur Unterhaltung unproduktiver oder nichts her-vorbringender Arbeiter angewandt wird; daß es, an-statt zu einer Quelle jährlicher Erzeugnisse zu dienen,oft in einem Jahre, ohne auch nur einen künftigen Er-sah dafür hoffen zu lassen, ausgegeben und verschwendetwird. Es ist wahr, die Gläubiger erhielten für ihrKapital eine jährliche Rente, welche man, in den mei-sten Fällen, höher anschlagen kann, als das Kapitalbeträgt. Diese Jahrrente verschaffte ihnen ihr Kapi-tal wieder, so, daß sie nicht nur ihr bisheriges Gewer-be ungehindert forttreiben, sondern es auch vielleicht nochetwas erweitern konnten. Sie konnten nehmlich ent-weder auf ihre Annuitäten ein Kapital borgen, oder ausdem Verkaufe derselben ein Kapital lösen, welches demvon ihnen dem Staate geliehenen gleich oder gar über-legen war. Indessen mußte doch dieses neue Kapital,welches sie durch Borgen oder Kaufen von andern Leu-ten erhielten, schon vor dieser Zeit in der Nation vor-handen gewesen, und, wie alle Kapitalien, auf die

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