Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
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391
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Zyr

ren Verwaltung weit kostbarer und für den Unterthanweit unterdrückender ist.

Die französischen Finanzen scheinen in ihrem der»mahligen Zustande drey großer Verbesserungen fähig zuseyn.

Erstlich: wenn die Taille und die Kapitation ab-geschafft, und dafür die Anzahl der Vingkiemes oder derzwanzigsten Psnnige bi6 so weit erhöhet würde, daß ihrErtrag allein dem jetzigen Erwäge von allen drey Aussa-gen zusammen genommen gleich wäre: so würben dieCrhebungchosten dadurch merklich vermindert, und diePlackereyen, die jetzt der gemeine Mann von den Ein-nehmern der Taille und der Kopfsteuer leidet, gänzlichverhüiet werden; ohne roß deßhalb die Hähern Ständemehr belastet würden, als sie es größtenteils schon jetztsmd. Der zwanzigste Pfennig in Frankreich ist, wieich schon bemerkt habe, eine Abgabe, die der englischenLandtaxe sehr gleich kömmt. Die Bezahlung der Taillefallt, wie jetzt allgemein anerkannt wird, zuletzt den Ei-genthümern von Grund und Boden zur Last. Und dader größte Theil der Kopfsteuer auf der Klasse liegt, wel-che die Taille bezahlt, und von jedem nach einem gewis-sen Verhältnisse seines Beytrages zu dieser letzten Steuereingefordert wird: so müssen auch von dieser Kopfsteuerdie Grundeigentümer größtenteils die letzten Bezahletseyn. Wenn also auch der Vingtiemeö so viele aufge-legt würden, daß sie eben das einbrachten, was jetzt dieVingtiemeö, die Kopfsteuer und die Taille zusammen-genommen einbringen: so würde dieses doch die Lastender Hähern Stände nur wenig vermehren. Einzelne

Personen würden freylich dabey verlieren: weil jetzt die

Bb 4 Taille