Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
331
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stände zu theuer geworden sind. Aber solche liederlicheLeute sind es auch nicht, welche viel Kinder ausziehen.Die Kinder, welche sie haben, sterben gemeiniglichfrühzeitig, weil sie entweder verwahrloset, oder übelbehandelt, oder mit ungesunden Speisen genährt wer-den. Ueberleben solche Kinder auch die Gefahren, wel-chen sie die üble Aufführung ihrer Eltern aussetzt:-sowird doch gemeiniglich ihr Charakter durch das Beyspieldieser Aufführung verdorben; so daß sie anstatt durchihren Fleiß der Gesellschaft nützlich zu werden, ihr durchihre Laster und Unordnungen schaden. Gesetzt also auch,daß der erhöhete Preis solcher Waaren, die zürn Luxusdes Armen gehören, die Noth dieser der Unordnung er-gebenen Familien etwas vergrößern, und dadurch ihreFähigkeit Kinder aufzuziehen, vermindern sollte: sowürde doch dadurch die nützliche Bevölkerung des Lan-des nicht sehr zurückgesetzt werden.

Wenn aber der Miktelpreis der Nothwendigkei-ten des Lebens steigt: so muß auch der Arbeitslohn stei-gen; oder die Leute der ärinern Klaffe werden mehr,oder weniger unfähig, Kinder auszuziehen, und dieNachfrage nach arbeitenden Händen erhält nicht mehrihre bisherige Befriedigung.

Auflagen auf Luxusartikel yertheuern keine andernWaaren, als diejenigen selbst, auf die sie gelegt wor-den sind. Auflagen auf Sachen des Bedürfnisses brin-gen, indem sie den Arbeitslohn in die Höhe treiben,ein Steigen in den Preisen aller Manufacturwaarenhervor, und vermindern also den Gebrauch dieser Waa-ren. Auflagen auf Luxusartikel werden zuletzt immervon denen, welche sie verbrauchen, bezahlt: ohne daß

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