ist dieß nehmlich eine Methode, den Aufwand eines Man»nes zu besteuern, wenn man die Waaren, welche erverzehrt, mit Auflagen beschwert.
Die Consumtionsartikel sind entweder Sachen, dieein unentbehrliches Bedürfniß befriedigen, oder solche-die zum Luxus gehören.
Aum Bedürfnisse rechne ich nicht bloß diejenigenWaaren, welche zum Unterhalte des Lebens gehören,sondern auch alle die, deren nach der allgemeinen Lan»deSgewohnheit auch der gemeinste Mann nicht entbehrenkann, ohne den unter seines Gleichen eingeführten An-stand zu verletzen. Ein reines Hemd, zum Beyspiele,gehört nicht zu den Nothwendigkeiten des Lebens inrstrengsten Sinne. Die Griechen und Römer lebten,und noch dazu sehr bequem und angenehm, wie ich glau-be, ohne das Leiuenzeug zu kennen. Aber heute zuTage würde ein Tagelöhner, der etwas auf sich hält,sich schämeu, öffentlich ohne ein leinwandncs Hemd zuerscheinen. Der Mangel desselben würde selbst bey ihmdenjenigen schimpflichen Grad von Armuth anzeigen,in welchen, wie man voraussetzt, niemand leicht fällt,wenn er sich ihn nicht durch seine schlechte Aufführungzuzieht. So hat, ausgleiche Weise, die Gewohnheitin England lederne Schuhe zu einer Nothwendigkeit desLebens gemacht. Die ärmste Person, männlichen oderweiblichen Geschlechts, die einiges Ehrgefühl hat, wür-de sich schämen, ohne lederne Schuhe öffentlich zu er-scheinen. In Schottland sind sie für Männer, auchbis zu den niedrigsten Klassen herab, Bedürfniß ge-worden: aber sie sind es nicht für die Weibspersonengeringen Standes, als welche, ohne daß es ihnen
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