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3 (1799)
Entstehung
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keit unterstützt, von allen Einwohnern eines großenReichs ch Ehren gehalten werden, und die daher nichtsals Schüler und demüthige Bewunderer um sich herumsehen, äußerst selten sind. In diesem von mir ange-nommenen Falle würden die Lehrer jeder kleinen Secce,da sie sich beynahe allein und verlassen fänden, den Leh-rern jeder andern Secte mit Achtung zu begegnen genö-thigec werden; und das gegenseitige Nachgeben dersel-ben in streitigen Puncten, wobey olle ihre Rechnungam besten fänden, würde vielleicht das System einer je-den zu derjenigen reinen und vernünftigen Gottesvereh-rung zurückführen, die, von Ungereimtheiten, Betrugund Aberglauben in gleichem Grade gelämert wäre. Ei-ne solche Religion ist der Wunsch aller weisen Männerzu allen Zeiten gewesen; aber sie ist nie durch positiveGesetze in irgend einem Lande eingeführt worden, undwird wahrscheinlich nie durch eine solche eingeführt wer-den: weil auf die positiven Gesetze, welche die Religionzum Gegenstände haben, Volköaberglaube oder Volks-schrvärmerey immer mehr oder weniger Einfluß hat.

Dieser Plan kirchlicher Regierung, oder vielmehrdiese Entsagung aller Pläne, irgend ein kirchlichesRegimem festzusetzen, wurde in England von derjenigenRcligionsporrey, welche wir die Jndependenten nen-nen, und die unstreitig aus sehr wilden Schwärmernbestand, gegen das Ende des bürgerlichen Krieges imvorigen Jahrhunderte in Vorschlag gebracht. Wäreder Vorschlag angenommen worden: so würde er, ob ergleich einen sehr »«philosophischen Ursprung hmte, dochzu jetziger Zeit die am meisten philosophische DenkungS«art in Absicht religiöser Grundsätze, nehmlich allgemeine

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