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3 (1799)
Entstehung
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und Handel leben.' Bey diesen wird jeder Mensch durchdie Mannigfaltigkeit seiner V-schäftigungen zum ange-strengten Gebrauche seiner Verstandeskräfte genöthigt,und durch die aüe AuKenblicke ihm vorstoßenden Schwie-rigkeiten aufgefordert, Hülfsmittel dagegen auszudenke».Seine Erfindungskraft wird in immerwährender Thätig-keit erhalten; und fein Geist wird verhindert, in dieje-nige träumerische Dummheit zu versinken, die be» sehrverfeinerten Völkern, den Verstand der untern VolkS-klafse fast ohne Ausnahme umnebelt. Unter jenen Bar-baren, w'.e man sie nennt, ist übwdieß wie ich schonbemerkt habe, jeder Mensch ein Soldat. Jeder ist auchin gewisser Maße Staatsmann, und kann ziemlich rich-tig über das Interesse des gemeinen Wesens, wozu ergehört, und über das Berragcn derjenigen, welche ihmvorsiehe», urtheilen. Ob seine Obern im Frieden guteRichter, und im Kriege gute Heerführer sind: das liegtauch dem geringsten zur Beobachtung offen. Freylicherlangt in einem solchen Zustande der Gesellschaft keinMensch denjenigen fein gebildeten und mit Kenntnissenbereicherten Verstand, der bey einer gesitteten und auf-geklärten Nation einigen wenigen Personen eigen ist.Denn obgleich bey rohen Nationen jeder einzelne Menscheine hinlängliche Marmigffltigleit von Beschaffst,u»genhat: so sind doch die Geschäfte der ganzen Gesellschaftsehr einförmig. Der eine Mensch thut beynahe allesdas, oder ist im Stande es zu thun, was der anderethut oder thun kann. Jeder hat eine» gewissen Gradvon Kenntniß lind Erfindungskraft: aber keiner hat einensehr hohen. So mittelmäßig indeß ane!) diestr Gradseyn mag, so ist er zur Führung der sehr einfachen Ge-schäfte der Gesellschaft hinlänglich. - Bey einer ver-

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