Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
38
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fürst, und doch vielleicht nicht einem Dutzend Personenzu befehlen hb- n. Seine Einkünfte können viel-leicht hinlänglich seyn, mehr als tausend Mensche» zuunterhaken; vielleicht unterhält er auch wirklich so vieledavon. Aber weil von allen diesen Menschen keiner et-was von ihm erhalt, ohne ihm wieder etwas dafür zugeben: so sieht sich keiner als von ihm abhängig an, undnur seine wenigen Hansbedienten stehen wirklich unterseinen Befehlen. Indeß ist, selbst in einem reichenund bürgerlich gesitteten Lande, das Ansehen des Reich-thums immer sehr groß. Daß es weit größer sey, alsdas Anschen, wclchkS das Alter oder das persönliche Ver»dienst ertheilt, ist die allgemeine Klage aller Zeitaltergewesen, seitdem es Reiche und Arme in der menschli-chen Gesellschaft giebt. Dieser Unterschied findet in derersten Periode der Gesellschaft, wenn die Menschen nochvon der Jagd leben, nicht statt. Alle sind alsdanngleich, wie sie alle arm sind; und die einzigen aber schwa-chen S-üßcn des Ansehens und der Unterordnung sindAlter und persönliche Eigenschaften. Daher ist auchin die'er Periode, obrig'eitilches Ansehen und bürger-liche Unterordnung entweder gar nicht vorhanden, odervon weniger Bedeutung. Die zweyte Periode, dasHlrtsiil-ben, erlaubt schon weit größere Ungleichheitender Glüstsgüter: und in keiner giebt der Besitz des Reich,thums ein so groß's Ansehen. In keiner ist daher auchOberherrschaft und Unterwürfigkeit fester gegründet. Einarabischer Scheich hat eine große, ein tartarischer Khaneine beynahe unumschränkte Gewalt.

Die vierte jener Ursachen endlich ist der Vorzugder Geburt. Dieser ist nichts anders, als.der Vor-zug