Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
36
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M nschen nur ein geringes Ansehen.' Der Mensch mußschon sehr stark seyn, welcher durch seine bloßen Körper»kräfce, zwey schwächere Menschen Zwingen kann, ihmzu gehorchen. Die Eigenschaften der Seele hingegenkönnen, auch allein, einen bettächchchen Grad von An-sehen mittheilen. Gleichwohl stnd diese Eigenschaftenunsichtbar. Man kaun darüber streiten, wem mehroder weniger davon zukömmt: und es wird auch sehr

darüber gestritten. Auf sie also die Abstufungen desRanges und der dlntei Ordnung zu gründen, welche denregierenden Theil der Gesellschaft von dem regierten un-terscheiden: das hat kein Staat thunlich und zweckmäßiggefunden. Leichter zu erkennende und mehr in die Au-gen fallende Emenschaften sind dazu nöthig, diese Grenz-linien zn ziehen.

Die Zweyte jener Ursachen des Ranges unter denMenschen, ist das höhere Alter. Ein alter Mann,vorausgesetzt, daß er nicht so abgelebt ist, daß mau sei-ne Fähigkeiten für geschwächt halten kann, ist allenthal-ben mehr geehrt, als ein junger Mann von gleichemRange, Vermögen und Geistesgaben. Bey Jäger-volk rn, wie die eingebohrnen Nordamerikaner sind, istda? Alter der einzige Grund des Ranges und eines er-HZHeten Ansehens. Bey ihren heißt jeder Höhere, Va-ter, jeder von gleichem Range Bruder und jederUrtere, Sdhn. Auch bey den gesittetsten und reich-sten Nationen bestimmt das Alter den Rang unter den-jenigen Personen, die in jeder andern Rücksicht einandergl ich sind, und die also nichts anders haben, wonacheine Rangordnung unter ihnen gemacht nnrden könnte»Unter Brudern und Schwestern, haben die ältesten denVorzug: uno in der EebjvlZe in die väterlichen Güter,