Druckschrift 
3 (1799)
Entstehung
Seite
21
Einzelbild herunterladen
 

und nie ein lauge dauernder Zustand war: so ließ ergleichwohl sein Heer nicht aus einander gehen. In derThat überwand er auch mit demselben, nach langem undhartem Kampfe, die tapfern und wohlgeübttn Landmi-kiz-m der vornehmsten Freysiaaten des alten Griechen*landeo; und in der Folge, mit minderer Schwierig-keit, die feige und schlecht geübte Landmiliz des großenpersischen Reichs. Der Fall der griechischen Frey-floaten und des persischen Reichs war die Felge diejerUebcrlegsnheit, welche eine stehende Armee über,Land-milizen hat, sie mögen seyn, von welcher Art sie wollen. ist dieß die erste große Revolution in dem politischenZustande der Welt, von der uns die Geschichte umständ-liche Nachrichten aufbehalten hat.

Der Fall Karthagos, und die darauf gegründeteGröße Roms, ist die zweyte. Die nehmliche Ursacheerklärt alle die Abwechselungen, die in den Kriegsglücksdieser beyden berühmten Republiken vorgegangen sind.

Von dem Ende des ersten punischen Krieges an:bis zu dem Ansauge des zweyten, waren die kanhagini-ensischeu Heere ununterbrochen im Felde und i» Thätigkeit;wobey sie von drey auf einander folgenden großen Feld-herrn, demHamilkar, demAsdrubal, seinem Schwie-gersöhne, und dem Hannibal, seinem Sohne angeführtwurden. Die Kriege, weiche diesen Zeitraum anfüll-ten, waren, zuerst der mit ihren MiethStruppen, diesich empört hatten; dann der mit den afrikanischen Na-tionen , die sich ihrer Herrschaft entziehen wollten: undendlich der mit Spanien, welches sie eroberten. DasHeer, welches Hannibal nach Italien führte, mußtenothwendig, in so vielen und so lange dauernden Krie-

V z gen