Diejenigen Landmilizen, die, wie die arabischenund kanarischen, unter eben den Anführern zu Feldegehen, welchen sie als ihren Stammhäuptern im Frie-den gehorchen, sind bey weitem die besten. Diese kom-men in oer Ehrfurcht für ihre Befehlshaber, und in derGewohnheit pünktlich zu gehorchen, stehenden Heeren amnächsten. Der Bergschotten - Miliz, als sie noch unterden Oberhäuptern ihrer Clans zu Feite zog, konnte maneinen ähnlichen Vorzug beylegen. Da indeß der Berg.schotte, kein herumziehender, sondern ein angesessenerHirte ist, da er eine feste Wohnung hak, und in Frie-denszeiken nicht gewohnt ist, seinem Lehnsherrn von ei-nem Orte zum andern nachzuziehen: so ist er auch imKriege weniger geneigt, ihm weit von seiner Heimathzu folgen, oder lange Zeit im Felde auszuhalten. Wenner etwas Beute gemacht hat, so verlangt ihn sehr, wiederzu Hause zu seyn; und selten ist das Ansehen seines An.führerö groß ^enug, um ihn zurück zu holten. — Indem Punkte des Gehorsams standen die Bcrgschottenimmer weit hinter den arabischen und kanarischen Trug.pen, so wie uns solche von den Geschichtschreibern ge.fchileerc werden, zurück. — Da übercieß die Berg-schotten, weil sie feste Sitze und Häuser haben, wenigerZeit in freyer Luft zubringen, und die kriegerischen Ue-düngen weniger zu ihren Zeitvertreiben machen, als dieAraber und Tartarn: so sind sieauch in dem Gebrauchsihrer Waffen weniger erfahren, als diese.
Indeß muß man folgendes bemerken: Eine Land-Miliz, die mehrere Jahre hintereinander im Felde Dienstethut, wird in jeder Rücksicht zu einer stehenden Armee.Die Soldaten in jener werden dann auch alle Tage in
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