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nicht geringer. Es ist allerdings leichter, denjenigen Lichttheilchen,die sich durch verschiedene Brechbarkeit unterscheiden, eine Mannig-faltigkeit der Gestalt oder Größe, und diese Mannigfaltigkeit intausend Abstufungen, nach dem Gesetze der Stetigkeit einander fol-gend, bcizulegen; wir können uns diese tausendfach verschiedenenTheilchen in eben dem Sonnenstrahl zugleich oder neben oder hintereinander ankommend vereinigt denken und annehmen, daß beiderBrechung jede Art der Theilchen ihren eignen Weg nehme; aberda wir gcnöthigt sind, jedem dieser mannigfaltigen Theilchen un-gleiche Zustande bcizulegen, da wir endlich sogar Falle werden ken-nen lernen, wo das Zusammentreffen von Lichtstrahlen die Erleuch-tung zerstört, anstatt sic zu verstärken, so müssen wir wohl beken-nen, daß auch diese Theorie keinesweges genügende Ausschlüsse überalle Erscheinungen giebt-
Vierzehnte Vorlesung.
Die Farben dünner Blättchen.
Als ich neulich, m. h. H-, Ncwton's Behauptung, daßman sich die Lichttheilchen als einem wechselnden Zustande leichterZurückwerfung und leichten Durchganges beim Antrcffcn an eineTrcnnungsfläche zweier durchsichtigen Körper unterworfen denkenmüsse, erwähnte, mußte Ihnen, fürchte ich, dieser Gedanke, alsallzu wenig begründet erscheinen; ich eile daher, Sie mit derjenigenhöchst merkwürdigen Erscheinung bekannt zu machen, die beinahegradezu auf diese Ansicht führt, und die, wenn sie gleich eine andreErklärung gestattet, doch Newton gewiß wegen jener Voraus-setzung sehr vollständig rechtfertiget.
Diese Erscheinung stellt sich uns in den Farben durchsichtigersehr dünner Körper, wenn sie vom Tageslichte oder Sonnenlichtegetroffen werden, dar; — eine Erscheinung, die ebenso sehr durchdie Schönheit ihrer Farben, als durch die auffallende Eigcnthüm-
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