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2 (1831)
Entstehung
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sie mit Dünsten gemischt ist, so gelangen auch von den Sternendie Lichtstrahlen ungleich gebrochen zum Auge, und der Stern scheintuns zu zittern. Dieses Funkeln bemerken wir starker an den Fix-sternen, weniger an den Planeten, weil der scheinbare Durchmesserder Fixsterne so höchst geringe ist. Wenn zum Beispiel jene Zitte-rung im Funkeln 10 Secunden betrüge, so würde Sirius, dernoch lange keine Secunde im Durchmesser hat, um etwas sehr be-deutendes hin und her wanken; beim Jupiter dagegen, dessenscheinbarer Durchmesser 40 Secunden betragt, würde diese anschei-nende Vorrückung nur wenig in Vergleichung gegen seinen ganzenDurchmesser betragen. Am Horizonte scheinen uns die Sterne,besonders im Fernrohr gesehen, starker zu zittern, und oft sosehr,daß gar keine genaue Beobachtung mehr möglich ist. Dieses Zit-tern ist oft bedeutend dadurch verstärkt, daß man das Instrumentzum Beobachten innerhalb eines offenen Fensters stehen hat, inwelchem die hinausziehcnde warme Luft sich mit der äußeren kaltenLuft mischt.

Welchen Zusammenhang mit der Witterung dieses Funkelnder Sterne habe, darüber wage ich nicht etwas zu sagen. Es istoft sehr lebhaft bei großer Kälte, oft auch bei feuchter Luft, undda cs von ungleicher Erwärmung abhängen kann, so ist cs wohlmöglich, daß zuweilen selbst örtliche Umstände darauf einwirkcnkönnen.

Neunte Vorlesung.

Diejenigen Erscheinungen, m. h. H., die von der Brechungdes Lichtes auf eine solche Weife abhängen, daß wir dabei an dieFarbenzcrstreuung nicht nothwcndig zu denken brauchen, sind soüberaus zahlreich, daß ich Sie lange Zeit damit habe unterhaltenmüssen; und obgleich es vielleicht von der einen Seite zweckmäßigerscheinen könnte, zuerst auch die Gesetze der Farben-Erscheinungenzu entwickeln, so schien mir doch die Zusammenstellung jener An-