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2 (1831)
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erlangt das Licht im Glase in so kurzem Uebergange, in einerSchichte, deren Dicke uns als völlig verschwindend erscheint, eineH mal so große Geschwindigkeit, welche beim Wiederhervortreteneben so schnell wieder vcrlohren geht. Aber wenn uns diese un-endlich scheinende Wirksamkeit der Kräfte als unglaublich vorkömmt,so nöthigt uns doch die uns bekannte mächtige Einwirkung derchemischen Kräfte auf die Körper zu dem Geständnisse, daß auchdiese den festesten Zusammenhang der Thcilchen überwindendenKräfte uns ebenso unbegreiflich sind, daß wir viel zu wenig diese,gleichsam das innere Wesen der Körper betreffenden, Einwirkungenzu erkennen im Stande sind, und daher vom Erstaunen über diemächtigen Wirkungen nicht zu schnell zum Zweifel, ob es solcheKräfte geben könne, übergehen dürfen.

Dreizehnte Vorlesung.

Die Undu lationsthcorie.

Obgleich die Hypothese, womit ich Sie, m. h. H., neulichunterhalten habe, für die bis jetzt näher angegebenen Lichtphäno-mene eine in vieler Hinsicht sehr befriedigende Erklärung darbot, sohat doch schon Ncwton's scharfsinniger Zeitgenosse Huyg henseine zweite Hypothese ausgestellt und ihre Uebcreinstimmung mitden Erscheinungen gründlich darzuthun gesucht. Diese Theorie,die man die Undulations - oder Vibrationsthcorie genannt hat,schließt sich an die Uebereinstimmung, die zwischen dem Schalleund dem Lichte statt findet, an, und gründet ihre Schlüsse ausdie Gesetze der Vibrationsbewegung. Es ist wahr, daß man beider oberflächlichen Beobachtung des Schalles gar wohl an eineEmissionstheorie des Schalles denken, von Schalltheilchcn, diemit erheblicher Geschwindigkeit von dem schallenden Körper aus-gehend unser Ohr erreichen, die beim Echo zurückgeworfcn werden,reden könnte; und die Ueberzeugung, daß man diese, vielen Schein