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2 (1831)
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Achtzehnte Vorlesung.

Die Versuche über die Polarisirung des Lichtes, welche ichIhnen, m. H., neulich erklärte, bieten zwar viel Unerwartetes undUcbcrraschendes dar, aber sie werden von den jetzt anzugcbendcn beiweitem übertroffen durch die glanzvollen Farben - Erscheinungen,welche sich, gleichfalls durch die Polarisation hcrvorgebracht, dar-siellen lassen. Um an das Vorige anzuknüpfcn, will ich Sie daranerinnern, daß der vom ersten Spiegel unscrs Instrumentes (b'iF.14!.) zurückgcworscnc, vollkommen polarisirte und ebendeswegenfür die Reflexion aus dem zweiten Spiegel unfähig gewordeneStrahl, die Fähigkeit zurückgeworsen zu werden, durch einen Dop-pelspath, welchen er durchdringcn mußte, wieder erhalten konnte.Hielten wir einen doppelt brechenden Erystall in den Weg des vomersten zum zweiten Spiegel übergehenden Strahles, so daß derStrahl die natürlichen Oberflächen des Crystallcs senkrecht traf, undrichteten wir unser Auge aus den zweiten Spiegel in der gehörigenRichtung; so sahen wir im zweiten Spiegel das vom ersten Spie-gel reflectirtc Licht weißer Wolken hell hervortrcten, wenn derHauptschnitt des Erpstallcs schief gegen die erste Reflcxions-Ebnegeneigt war, und wieder in Dunkelheit verschwinden, wenn jenerHauptschnitt mit der ersten Ncflexions-Ebne parallel oder auf siesenkrecht war. Daß etwas Aehnlichcs auch bei andern doppelt bre-chenden Ervstallen erfolgen wird, läßt sich erwarten; aber untergewissen Umständen tritt dieses Wicdcrerschcincn des zweimal zu-rückgeworscncn Strahles, diese Depolarisirung desselben, mit schönenFarben hervor.

Depolarisirung einiger Farbenftrahlen.

Wenn man blätterigen Gyps, Frauen - Eis, Sclenit, einMineral, das sich in sehr feine, völlig durchsichtige und farbcnloscBlätter zerthcilen läßt, in sehr dünnen Blattern dem aus dem erstenSpiegel zucückgeworfencn polarisirtcn Strahle senkrecht darbictet,

II. Y