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für das Erkennen der kleinsten Theile in ihren zarten Umrissenreicht dieses Bild nicht hin.
Die bekannte Zauberlaterne beruht auf ganz ähnlichenGründen, nur ist hier das nach der Richtung des Rohres cinfallcndcLicht das Licht einer Lampe, noch durch einen dahinter stehendenSpiegel verstärkt; bei kl befindet sich ein mit halbdurchsichtigcnFarben auf Glas gezeichneter Gegenstand, dessen vergrößertes far-biges Bild an der Wand bekanntlich das ist, was uns die Zauber-laterne darstellcn soll. Je entfernter es aufgefangen wird, destogrößer erscheint es an der Wand.
Achte Vorlesung.
Die Anwendungen der Linsengläser, von welchen ich Sieneulich unterhalten habe, waren alle bestimmt, sehr kleine Gegen-stände uns größer zu zeigen, und so uns mit dem, was unermeßlichklein für den gewöhnlichen Anblick erscheint, genau bekannt zumachen, uns die Anordnung der feinsten Theile der organischenKörper, dw Gesetze, nach welchen die Natur in ihnen sich thatigzeigt, kennen zu lehren, uns eine neue Welt in dem kleinstenWasscrtropfen zu eröffnen, der den darin lebenden Geschöpfen einenfür ihre Kleinheit schon sehr ausgedehnten Schauplatz ihrer Wirk-samkeit darbictet. Mit Bewunderung vertieft sich unser Blick undunsre Betrachtung in der Wahrnehmung dieser Unendlichkeit in dembeschränktesten Raume, dieser kunstvollen Bildung, die immer nochetwas Neues in immer zarteren Geädern und Gefäßen zeigt, jemehr sich unsre Instrumente verbessern, und uns Ordnung undZweckmäßigkeit über alle Grenzen der Kleinheit hinaus bis insUnendlich kleine ahnden läßt. Aber zu noch wichtigeren und ebenso crstnunenswürdigen Entdeckungen hat die zweite Anwendung derLinsengläser in den Fernröhren geführt. Schon die erste Entdeckungder Fernröhre zog schnell die Aufmerksamkeit der Welt auf sich,