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lichkeit, daß sie aus farbcnlosen Körpern, und übcrdas mit unglei-chen Farben nach Maaßgabc der Dicke der Schichten hcrvorgeht,die Aufmerksamkeit selbst des gewöhnlichen Beobachters auf sichzieht. Sie ist Ihnen an den Seifenblasen, ja an jedem dünnemBläschen, das in dem Schaume irgend einer Flüssigkeit hervortcitt,bekannt, und noch schöner können Sie dieselbe in folgendem Expe-rimente Hervorbringen. Stellen Sic ein Gefäß mit reinem Wasserso, daß sie den Hellen Himmel, ec sei nun heiter oder bewölkt, ge-spiegelt im Wasser sehen; bringen Sic dann einen kleinen TropfenTerpentin-Del oder ein andres Oel, das sich leicht auf dem Wasserausbreitet, auf das Wasser; so sehen Sie diesen Tropfen, die leb-haftesten, schönsten Farben gebend, sich verbreiten. Der Tropfenmuß klein, etwa mit einem Metalldrathe aus dem Gefäße mit Ter-pentin-Del hervorgehobcn, sein, damit bei recht dünner Verbrei-tung des Tropfens desto schönere Farben hervorgehen.
Newto n's Farbcnringc.
Aber um diese einfachen Versuche recht zu verstehen, müssenwir etwas künstlichere Versuche anstellcn, bei welchen das Maaßder Dicke dieser farbenlosen und dennoch Farben zeigenden Schichtenangegeben werden kann; und hier ist es wieder Newton, derdiese Versuche zuerst und mit großer Genauigkeit angestellt, dereben dadurch die Regeln, nach welchen sich diese Farben zeigen, voll-ständig entdeckt hat. Newton bemerkte diese Farben da, wozwischen zwei Glasern ein sehr kleiner Zwischenraum, also einedünne Luftschichtc, enthalten ist, und dieses veranlaßte ihn, einnach einem sehr großen Halbmesser geschliffenes Linsenglas auf einvöllig ebnes Glas zu legen, um die sich hier zeigenden Farben zubeobachten. Die Farben erscheinen hier in regelmäßigen Ringen,die den Mittelpunct, wo beide Glaser sich berühren, als concentri-sche Kreise umgeben; ist das obere Glas wenig gegen das unteregedrückt, so zeigt sich irgend eine Farbe in der Mitte, die von an-dern Farbenringen umgeben ist; verstärkt man dann- den Druck,so daß der Abstand der Glaser von einander etwas geringer wird,so breitet sich jene den Mittelpunct ausfüllcnde Farbe in einen Ringaus, den die vorigen Ringe, nun einen etwas größer» Durchmesserentnehmend, umgeben, und eine neue Farbe nimmt die Mitte ein;