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Siebente Vorlesung.
Die Linsengläser.
Wir machen einen so vielfachen Gebrauch von den kugel-förmig geschlissenen Glasern, von den Glasern nämlich, derenOberflächen Theile von Kugeln sind, daß sie vor allem unsreAufmerksamkeit verdienen. Ich habe früher schon bemerkt, daßdie Brechung in krummen Oberflächen ganz so wie in ebenenstatt findet, wenn nur das Einsallsloth richtig gezogen ist; beieiner Kugclflache ist aber dieses leicht zu bestimmen, da hier die-jenige Linie, welche durch der Kugel Mittelpumt geht, senkrechtgegen die Oberfläche ist. Es wäre demnach gar nicht schwer, fürjeden Punct der Kugel-Oberfläche den Weg des gebrochenen Licht-strahles zu finden; aber da der Zweck aller unsrer aus solchenGläsern, welche man Linsengläser, Glaslinsen, nennt,zusammengesetzten Instrumente nur so fern, als sie reine Bildergeben, erreicht wird, so wird die Zeichnung des Weges der Licht-strahlen noch bedeutend erleichtert. Unsre Gläser nämlich sindvon nur kleinen Theilcn der Kugelfläche begrenzt, und da dieBogen AVU, LLU, deren Mittelpunkte (l'-Z. V4.) in 6, 6,liegen, nur wenige Grade umfassen und keine andre Lichtstrahlen,als welche beinahe mit der Linie (lO, die man die Axc desGlases nennt, parallel cinfallcn, gebraucht werden, so kannman in einer Zeichnung den Winkeln selbst, denjenigen Winkelnnämlich, die zwischen dem Einsallslothe und dem Strahle liegen,das immer gleiche Brechungsverhältniß geben, welches genau ge-nommen nicht den Winkeln, sondern ihren Sinus zukö'üunt.
Diese Linsengläser haben entweder die Wölbung nach aus-wärts gekehrt, wie es in kiz;. l»4. bei beiden Oberflächen der Fallist, oder die Kugclflache bietet eine Höhlung dar; in jenem Falleheißt die Oberfläche convex, in diesem Falle concav. DieGläser können nun an beiden Seiten convex oder nur an einerSeite convex sein, während die zweite eben oder auch concav ist;oder die Verbindung zweier concavcn Oberflächen oder einer con-