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dies möglich sei, bin ich nicht geneigt ganz zu leugnen; aberindem wir eine solche Einmischung andrer Vibrationen annchmcn,geben wir cs auf, die theoretische Strenge der Undulationstheorieaufrecht zu erhalten, und setzen uns eben dem Vorwurfe aus, denFresnel so oft der Ne w ton'schen Theorie macht, zu jeder neuenErscheinung neue, nicht in der Grundhypothese schon liegende Vor-aussetzungen zu Hülse zu nehmen. Daß übrigens dieser Einflußder materiellen Theilchcn vielleicht ein sehr mannigfaltiger undgrade so sein kann, wie die verschiedene Brechung der einzelnen Far-bensirahlcn ihn fordert, das laßt sich weder beweisen noch leugnen.Die ungleiche Farbcnzersircuung, welche darin besteht, daß nichtim strengsten Sinne ein gewisser Facbenstrahl eine genau gleicheStelle im Facbenbilde cinnimmt, ist offenbar ein Umstand, derdie Schwierigkeit noch vergrößert.
Rückblick auf die Schwierigkeiten bei beidenT h e o r i e e n.
Jndeß, wie wir auch über diese Versuche, eine so höchst wich-tige Erscheinung zu erklären, denken mögen, so ist doch schon indem Bisherigen recht vieles zur Empfehlung der Undulationstheorieenthalten; und da wir bald auf Erscheinungen kommen, die siehöchst glücklich erklärt, so ist es wohl der Mühe werth, die ganzeVorstellung, die sie von den Lichtphanomcnen gicbt, noch genauerzu entwickeln. Aethcrwellen sind es, die in unendlich schnellerFolge hinter einander kommend unser Auge rühren. Jede dieserWellen entsteht so, wie die Schallwellen in der Luft, durch eineabwechselnde Verdünnung und Verdichtung des Aethers, und wirdürfen daher von einem verdünnten Wellentheilc und von einemverdichteten Wellentheilc reden, die zusammen eine ganze Welle,eine Wellenlänge ausmachcn ; diese Verdünnungen und Verdichtun-gen sind mit einem Vibriren der Aethcrthcilchen selbst, die ihreStelle nur höchst wenig ändern, verbunden; aber jener Wechselder Dichtigkeiten theilt sich von einem Theilchcn zum andern mit,und dies mit der Jhucn schon bekannten großen Geschwindigkeit,die das Licht besitzt. Da wo zwei Lichtwellcn sich verstärkend Zu-sammentreffen, da nimmt die Erleuchtung zu, und wir haben inden bisher angeführten Erscheinungen keinen Grund gefunden zuII. R