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Strahlen vom Einfallsloths abwärts gebrochen, und zwar beimGlase so, daß wenn LI) der einsallende Strahl, 61) das Ein-fallsloth ist, kV 6 nach der Brechung andcrthalbmal so groß ist,als LI) 6 vor der Brechung. Für Parallellinien Ll), 66 istLOL ^ l) 6 Ll, und also am Drei - Ecke der äußere Winkel6 VL— 4 O 6 I); damit ist aber, bei der hier angenommenenKleinheit der Winkel, verbunden, daß 6 6 4 1)6 oder weil
hier 611 nur sehr wenig von 1)6 verschieden ist, 116 doppelt sogroß als 611 ist. Der Brennpunct 6 liegt also doppelt so weithinter dem Glase, als der Mittelpunkt 6 vor dem Glase, und indiesem Brennpunkte vereinigen sich diejenigen Strahlen am ge-nauesten, die nur wenig von der Axe 66 entfernt einfallcn, dieentfernteren würden, wenn man dem Glase eine zu große Breitegäbe, sich nicht genau in eben dem Punkte vereinigen und dahereine Erleuchtung in benachbarten Punkten, damit zugleich aber einsUndeutlichkeit des Bildes, bewirken.
Hätte man statt der Glaslinse eine Linse von andrer Sub-stanz angewandt, so würde das Vcrhältniß der Winkel ein anderes.Bei Wasser, das in eine dünne Glashülle von eben der Gestalteingeschlosscn wäre, oder beinahe auch bei einer plankonvexen Eis-linse, würde 6 DL H 661 ), und 1)6 — 4 66, beinahealso H6 ^ E- 66 sein, das ist, da läge der Brennpunct 6,wegen der viel schwächern Brechung, um 3 Halbmesser hinter demGlase. Eine planconvexe Diamantlinsc dagegen, wo das Bre-chungsverhältniß 1 zu 4 ist, giebt den Winkel L!) 6- — 4 06 6',und 6 6- — - 6'I), oder 6 6- 4 6'11, so daß 6-11 nur
-z- 611 wird, oder 611 drei solche Theile, 66- .fünf solcheTheile enthält, deren zwei sich in 6-II finden. Eine Diamant-linse hat also eine sehr kurze Brennweite.
Wenn die Linse an beiden Seiten eine gleiche Eonvcxität hatoder gleichseitig ist, so giebt — wenn es eine Glaslinse ist —- einPunkt H der um den doppelten Halbmesser der Kugelfläche vordem Glase liegt, (L1Z. 64.) ein Bild I ebenso entfernt hinterdem Glase, indem dann der von 11 kommende Lichtstrahl im In-nern der Linse mit der Axe parallel ist. Die Brennweite einessolchen Glases ist halb so groß oder dem Halbmesser der Kugelflächegleich. In jedem andern Falle erhält man bei Glaslinsen die