118^
caven und ebenen kann statt finden/ und hieraus beziehen sichdie Namen: convex-convex, plan-convex, concav-convex, concav-concav, plan-concav. Wir wollen zuerst bei denen stehen bleiben,deren Oberflächen beide convex sind.
Wenn man den Durchschnitt eines solchen Glases ( 6 !^. 64 .)zeichnet, und einen leuchtenden Punct aus der durch beide Mittcl-puncte 6,6, gezogenen graben Linie, ziemlich entfernt annimmt,wenn man dann die Brechung an beiden Oberflächen den richtigenGesetzen gemäß zeichnet, so findet man, daß die von einem solchenPuncte U vor dem Glase ausgehenden Strahlen sich fast genau ineinem Puncte I hinter dem Glase vereinigen, daß sie also dortein Bild des Punktes II darstellen, und wenn neben H andre Lichtausstrahlende Punctc Ii liegen, auch die von ihnen ausgehendenStrahlen ebenfalls Bilder geben, so daß in li ein Bild des Ge-genstandes H li erscheinen muß. Dieses Ergebnis; einer mit hinrei-chender Genauigkeit ausgeführtcn Zeichnung lehrt uns auch der Ver-such kennen. Nehmen Sie ein Brennglas, oder ein gewöhnlichesBrillenglas von der Art, wie ältere, allzu fecnsichtige Personen cszum Lesen gebrauchen, und halten cs parallel mit einer weißenWand, während die Strahlen eines zehn oder mehr Fuß entferntenLichtes daraus fallen, so werden Sie leicht die richtige Entfernung desGlases von der Wand treffen, um das umgekehrte Bild, eine kleinesehr Helle Lichtflamme an der Wand zu sehen, — nicht bloß die umge-kehrte Lichtflamme, sondern selbst den erhellten Theil des Talg- oderWachslichtes selbst erkennt man deutlich. Wenn das Licht näherheran gerückt wird, so wird das Bild undeutlich, aber man hat nurnöthig, das Glas etwas weiter von der Wand zu entfernen, umabermals ein deutliches, nun etwas größeres Bild zu erhalten; undso kann man cs fortsetzcn, bis das immer mehr heran gebrachte Lichtdem Glase eben so nahe ist, als dieses dem entstehenden Bilde ander Wand, dann sind Bild und Gegenstand gleich groß, und einweiteres Heranrücken des Lichtes gegen die Wand gestattet nun keinBild mehr. Aber wenn man das Licht wieder weiter von der Wandentfernt, und das Glas zugleich dem Lichte nähert, so erhalt manein Bild an der Wand, welches größer als das Licht ist; und manüberzeugt sich bald, daß bei hinreichender Entfernung des Lichtesvon der Wand zwei Stellungen des Glases statt finden, die angc,