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Fältlung ihrer Gewänder, wie das Ganze überhaupt ein Meister-werk der alten Bildhauerkunst ist. Graf Stillfried, der in seinenhohenzollernschen Altertümern und Kunstdenkmalen eine Abbildungvon deni Relief gegeben, ist der Ansicht, der Mönch werde denHauptstifter Adelbert v. Z. und die Nonne dessen Gemahlin, welchewohl auch den Schleier genommen haben könne, vorstellen sollen,da es in alten Zeiten Sitte gewesen, die Gründer und Stifter vonKirchen am Eingang durch Skulpturen oder Malereien darzustellen,und Adelbert hervorragenden, innigen Anteil an der Stiftung desKlosters genommen habe, auch als Bruder in dasselbe eingetretensei. Um das Relief herum stehen die Worte des Evangelium Jo-hannis Kap. 16. V. 9: »ÜAo. SUIN. ostiuru. clicit. clorainus. por.ras. si. guis. introisrit salvabitur.« zu deutsch: Ich bin die Thür,spricht der Herr, so jemand durch mich eingeht, der wird seligwerden. Um das ganze Giebelfeld zieht, sich ein fein geformterOrnamentstreifen. Höchst interessant sind auch die altromanischenBeschläge und zwei Thürklopfer in Gestalt von strengstilisiertenLöwenköpfen aus Erz, welche, aus früheren Zeiten stammend, auchbei der neuen Flügelthüre des Portals verwendet worden sind undvon denen Stillfried gleichfalls eine Abbildung gegeben.
Ist der Besucher in die nunmehr in ihrer alten ehrfurchtge-bietenden Gestalt stilgerecht wieder hergestellten Kirche eingetreten,so macht dieselbe einen überwältigenden Eindruck auf denselben.Von Einzelheiten fallen zunächst besonders in die Augen die fünfSäulen und der Pfeiler, welche zu beiden Seiten des Mittelschiffesaufragen. Jene sind im Ganzen 6'/4 Meter hoch, wovon aufFuß und Kapitäl stark je ein Meter, somit auf den Schaft 4^/tMeter kommen. Der Fuß besteht aus zwei unteren Platten, einerdarauf folgenden hohen attischen Basis mit zwei starken Wülsten,endlich einer dazwischen liegenden Einziehung mit feinen zartenPlättchen. Der untere höhere Wulst ruht auf einem Polster, dasdie vier Ecken, welche der kreisrunde Wulst auf der Platte übrigläßt, mit scharfen Knollen ausfüllt. Die Schäfte bestehen auseinem Stein von milder rötlicher Farbe, haben eine leichteSchwellung, verjüngen sich aber wieder gegen oben, wo sie mitwnlstartigen Ringen abschließen, auf denen die Würfelkapitäle sitzen.