2I4 Begründung unserer Stammtafel.
Hauses Zollern, den Grafen Friedrich I. von Zollern und Adelbert vonZollern-Haigerloch, andererseits verweisen wir auf unsere AusführungenS. 44—80.
Nachweis, daß jener Graf Friedrich, welcher bei derBestätigung der Stiftung desKlostersAlpirsbach durchBischof Gebhard von Konstanz bei Rotweil, geschehen 10982 9. Aug. (bez. Anfangs 1099), anwesend gewesen, dem HauseZollern angehörte.
Wie sämtliche andere gräfliche Zeugen wird ein Friedrich nach derWeise des 10. Jahrh. ohne Familien-Namen einfach als »ec>ms8- aufgeführt;indessen setzen es folgende Gründe außer Zweifel, daß derselbe ein Zollerwar und der erste dieses Taufnamens ist.
Es spricht entschieden hierfür, daß sehr bald darnach, im ersten Vierteldes nächsten Jahrhunderts (1111, 1113, 1114, endlich noch zwischen 1113 und1128) ein Graf Friedrich von Zollern urkundlich vorkommt, insbeson-dere aber, daß schon zur Zeit K. Heinrichs IV. (ff- 1106) der Schirmvogtdes genannten Klosters, an dessen Stiftung ein Glied des Zollerischen Geschlechtsden Hauptanteil hatte. Friedrich hieß*) und demselben (laut Urkd. Nr. 12der Nov. 2l<zU. 1.) in diesem Amte ein Sohn gleichen Namens folgte, der un-zweifelhaft gleichfalls ein Zoller war, denn laut derselben Urkunde hieß derBruder eben des zweiten Schirmvogts Friedrich — Egino, und letzterer wirdin Urkunde Nr. 18zu 1134 als »äsAolro, kilius On Ui Illiläa, s-, dieseaber in Urkunde Nr. 13 als »oo mi ti s s a, ä s A o 1r s« aufgeführt, wozudie Ortschaften, in denen sie um 1130 Güter an Zwiefalten schenkte, sehrgut stimmen. Was nun ferner dieses Zollergrafen Friedrich I. Fa-milie anbetrifft, so folgt aus dem eben Gesagten, daß dessen GemahlinUdilhild hieß, deren Herkommen, welches keine uns bekannt gewordene Ur-kunde nennt, sich aber aus Folgendem ergibt: 1) Der dem Hause Zollcrn sonstfremde Name Egino, welchen einer der Söhne Gr. Friedrichs v. Z., desersten Schirmvogts v. Alp., erhalten, weist uns in Betreff von dessen Mutter,bez. der Gemahlin Friedrichs I., auf ein Geschlecht hin, in welchem der frag-liche Name heimisch war; es ist dies das der Grafen V .Urach, von welchemdie Fürsten v. Fürstenberg, bei denen der Name Egon heute noch zuHauseist, ausgegangen. 2) Nach den zuverlässigen Aufzeichnungen in Bertolds undOrtlicbs Zwiefalter Chroniken war Albirat (Alberada), Aebtissin in Lindau,später Noune iu Zw., die Schwester v. Onäillliläs oomitisss cls Aolrs,jene aber eomibio Lginouio lilia, und beider Mutter (ZuniAnnäu,»eoinitiooa, cls Urs-Ua.«. Hierzu stimmt auch sehr gut, daß das Kl. Zwie-
S. 16 der Burkardinger Stamm verschwinde mit Herzog Burkard von Ala-mannien 973 ganz aus der Geschichte und die Zurückführung der Zollern aufdenselben sei schon deshalb zu verwerfen, ist entschieden falsch.
*) Bekanntlich bekleidete dieses Amt, namentlich in den ersten Zeiten nachder Stiftung, in der Regel ein Glied der Stifter-Familie.