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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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2Zg Beurteilung der Riedelschcn Stammtafel der Hohenzollern.

ältere. Wohl hat die Riedelsche Stammtafel nach E. Sayn auch zwei Bru-derpaare dieser Namen, bei denen aber stets Burkard als der ältere ge-setzt ist, und Riedel sieht bei dem ersten in Friedrich den ersten Schirmvogtvon Alpirsbach, der 1123 tot war; dies und die Jahrszahl 1142 unseres ur-kundlichen ersten Bruderpaars stimmt aber nicht zu dem ersten Riedelschen;bei seinem zweiten Bruderpaar mit den fraglichen Taufnameu führt R. zweiGrafen auf, die er nach „Hohenburg" nennt und die im zweiten, drittenund noch letzten Viertel des 12. Jahrh. gelebt haben sollen, daher, wenn mandavon absehen könnte, daß bei dem ersten urkundlichen Paar Friedrich, beidem zweiten Burkard als der ältere urkundlich aufgeführt wird, beide Bru-derpaare zusammen fallen müßten. Dies ist aber durchaus un-statthaft, denn das Bruderpaar Friedrich — Burkard zu 1142 und 1143, dasstets nach Zollern benannt wird und spätestens bis 1150 vorkommt, kann un-möglich identisch sein mit dem von Burkard — Friedrich, welches, wie N.sagt, in späteren Jahren immer nach Hohenberg (nicht Hohenburg) benanntwurde und noch 1193 bez. 1195 urkundlich vorkommt.

Endlich führt die Riedelsche Stammtafel als Bruderpaar und SöhneFriedrichs l., des „vermutlichen" ersten Alpirsbacher Schirmvogts, ans einenFriedrich II. und einen Bertold. Da bei ersterem von diesen an denzweiten Alpirsbacher Schirmvogt, welcher nach Riedel vor 1138 gestorbensein soll, zu denken ist, letzterer aber 1194 noch urkundlich genannt wird,so ist auch dieses Riedelsche Bruderpaar entschieden zu verwerfen, wie dennauch Bertold wiederholt mit einem späteren Friedrich, beide als Grafenv. Z., in Urkd. ausgeführt wird, ohne aber daß sie als Brüder bezeichnet wer-den (s. S. 238), während die mit ihnen genannten Zollern-Hohenberger GrafenBurkard und Friedrich ausdrücklich als solche eingeführt werden. Vergl.die Urkunden zu 1171, 1179, 1183, 1185, 1183, 1199 und 1194 iu den Nou.AoU. I. In dem Regest zu letzterem Jahr fehlt aber neben o. ?r. äs— o. Lsrtoläus äs A.

Riedel stellt ferner vier Egino auf, während nur einer urkundlich beglau-bigt ist und selbst die Freisinger Genealogie nur zwei annimmt; auch nimmtR. zwei Gottfriede an, obgleich der zu 1134—37 offenbar mit dem, welcher1158 zum letzten Mal austritt, identisch ist und E. Sayn von seinem einzigenGottfried sagt: »sins Usrsäs äsosssit«. Endlich macht N. die UdilhildV.Urach zur Gemahlin Friedrichs, des zweiten Schirmvogts v. Alp., währendvon dessen Bruder Egino also auch von diesem Friedrich durchaus glaubhaft(s. N. 6. Nr. 12 u. 15) überliefert ist, daß sie beide Söhne der Udilhildgewesen, folglich muß diese die Gemahlin Friedrichs des ersten AlpirsbacherSchirmvogts gewesen sein. Und da in N. A. Nr. 15 zu 1134 Gottfriedvon Zimmern auch als Bruder Egino's bezeichnet wird, so waren deselfteren Eltern auch Fr. der erste Schirmvogt uud Udilhild. Wenn endlich dieZwiefalter Chronik berichtet, Udilhild habe von K. Heinrich, wobei mannur an den fünften denken kann, den kostbaren Seidenstoff, welchen sie dem