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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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Seidestoffen gewobenen Vorhang für den Altar der hl. MutterGottes, welchen sie einst von K. Heinrich V. zum Geschenk erhaltenhatte 5). Auch zu dem Kloster Hirsau muß Udilhild in freund-lichen Beziehungen gestanden sein, wenn, wie berichtet wird, dessenAbt Volmar (von 1120—1157) ihr ein silbernes Kreuz mit ver-schiedenen Reliquien, z. B. Holz vom Kreuz des Heilands verehrthat^*). Udilhild ist in uns nicht bekannt gewordenem Jahr ge-storben und fand mit ihrer Mutter Kunigunde und Schwester A l-berada vormals Aebtissin in Lindau, später Nonne im KlosterZwiefalten ihre Ruhestätte in der dortigen Klosterkirche. AuchEginos), Udilhilde Sohn, erwies sich wohlthütig gegen Zwie-falten, indem er demselben um 1134 das Dorf Beuren bei Hech-ingen schenkte f). Im Uebrigen wird er nur selten genannt, so beiGelegenheit, da sein Bruder Friedrich II. als Schirmvogt von Alpirs-bach handelte (s. unten), auch war er mit drei seiner Brüder aufder Dingstätte Königsstuhl anwesend, als zwischen 1134 und 1137vor Herzog Friedrich II. v. Schwaben über die Stiftung des Kl.Salem verhandelt wurde ff-s). Endlich hat sich Egino's Name unteralten Flurbezeichnungen der Umgegend von Hechingen noch Jahrh.nach ihm erhalten, denn eine Urkunde von 1402 (Nov. ?wll I.uro. 466) führt in der Grenzbeschreibung des „Burgfriedens vonHohenzollern" u. a. auf: „graue Egenfurt", wohl an der Starzel.Ulrich, Egino's Bruder, trug kaum ein Jahr die Insul einesFürstabts von Reichenau, hat aber nach dem, was uns von ihmüberliefert worden ist, einen sehr schlechten Nachruf hinterlassen.Auf sein Anstiften soll nämlich sein Vorgänger Ludwig 1135 von denDienstmannen des reichen Stifts ermordet worden, er selbst abernoch in dem gleichen Jahre an erhaltenem Gift gestorben sein.Und die Chronik des Klosters sagt, er sei ein Graf v. „Zolr" gewesen,

*) Lsrtbolcli lZvii'altsnsis Oüronioon bei Pertz, rnon. dorm. soript. X.S. 103, Fehlt in den Uon. 2oII. I.

Ortlieb, ^ wikaltensis düronioon (schrieb v. 1135 — 1146). Pertz, inoo.dorm. »orixt. X. S. 96.

Wir fuhren diesen und seinen Bruder Ulrich sowie eine von ihrenzwei Schwestern vor ihren älteren Brüdern auf, weil bei letzteren der genea-logische Faden fortläuft.

I) lllon. Aoll. I. Nr. 15. Bertolds Zwiefalter Chronik lid. II. o. 15.

-ff) Noo. 2oI1. I. Nr. 16.