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abzuhalten pflegte, und legte den urteilsprechenden Freien (Schöffendes'Gau's) die Streitfrage zur Entscheidung vor, und diese er-kannten vor vielen Zeugen die Ansprüche des Klosters als zu Rechtbestehend Dessen ungeachtet wurden dieselben später von anderenSeiten entschieden bestritten, worauf wir aber uicht einzugehen haben.
Auch in amtlicher Weise anderer Art nämlich als Schirmvogtdes Klosters Alpirsbach sehen wir unseren Zoller-Grafen Friedrichin den ersten Jahren des 12. Jahrh. auftreten^). Schon in denersten Jahren seines Bestehens hatte sich A. Widersachern zu er-wehren. Ein in Mühringen (K.W. O.A. Horb) seßhafter Ritter,welcher in der Gegend von Wittichen (zum Großherzogtum Ba-den gehörig), bis wohin sich das Klostergebiet v. A. erstreckte, ge-legene St. Gallische Besitzungen zu Lehen trug uud allem nach einwilder Geselle gewesen, war auf Alpirsbacher Boden hereingebro-chen und hatte das Haus eines Grundholden niedergebrannt, wes-halb er, bei Graf Friedrich verklagt, von diesem zu Bezahlungeiner Mark Silber als Schadensersatz verurteilt wurde ^). Ineigenen Angelegenheiten ist uns von demselben nur ein Gtttertauschmit dem Kloster Hirsau überliefert ^. Er gab nämlich diesemseinen Anteil an dem Hof WaldHausen ganz nahe bei Tü-bingen gegen die ihm besser gelegenen Besitzungen desselben beiDeilingen in der Nähe des Oberhohenbergs^°).
Besonders bemerkenswert für uns ist, daß Friedrich I. auchin den Annalen der Reichs- und Kaisergeschichte genannt wird, wo-raus ersichtlich ist, daß er wie sein Stammesvetter Bruno (sieheoben) ans Heinrichs V. Seite gestanden, der zu Friedrichs Hausenähere Beziehungen hatte, da, wie wir unten hören werden, dessen
*) Die Urkunde, welche uns diese Notiz überliefert (U<zo. 2o>1.1. Nr. 12),abgefaßt zwischen 112S und 1127, spricht zwar blos von einem »eomils?ris-ckerieo ssuiors aUuooato« des Kl. A. Da dieselbe aber aus der Zeit desKaisers Lothar s1126—1187) einen l?riscksrious, ?ricksrioi tilius, als nckuoeatms von N. auch einen blAiuo sv. Z.) und Gottfried von Zimmern alsBrüder des letzteren aufführt, so kann der Uriclsrious ssuior kein anderer seinals unser Gr. Friedrich I. von Zollern.
**) Non. !ZotI. I. Nr. 12.
Loclsx IlivsauMsnsis abgedruckt in der ersten Publikation des liter.Vereins in Stuttgart S. 47.