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ist, welche Bruno dort ausgestellt hat, während man bei der hohenBedeutung dieses Wirzburger Tages dessen Anwesenheit nicht wohlbezweifeln kann. In Wirzburg stellte sich auch Erzbischof Adel-bert von Mainz mit den sächsischen Fürsten ein. Bei den Vor-schlägen, welche der in Mainz gewählte Fürstenausschuß zu Wirz-burg vorlegte, war dieser von dem Grundsatze ausgegangen, daßder Reichstag die eigentlich kirchlichen Streitfragen nicht endgiltigentscheiden könne, sondern dies einem allgemeinen Konzil überlassenwerden müsse, welches der Papst demnächst in Deutschland abzu-halten veranlaßt werden solle. Indem die Fürsten sich aber ver-bindlich erklärten, das Ihrige znr Beilegung des Streits zwischenReich und Kirche beizutragen, gaben sie die Versicherung, ohneHintergedanken dafür sorgen zu wollen, daß insbesondere bei Er-ledigung der Jnvestiturfrage die Ehre des Reichs gewahrt bleibe.Dabei wurde bestimmt, bis dahin sollten die Bischöfe und alleRechtgläubigen ohne Gefahr zu laufen oder Unbill zu erleiden, amHofe des Kaisers frei verkehren dürfen, die kanonisch gewähltenund geweihten Bischöfe bis zum Konzil in ungestörtem Besitze ihrerKirchen bleiben, die von Speier und Worms aber wieder in ihrAmt eingesetzt werden, letztere Stadt dagegen habe bis dahin inder Gewalt des Kaisers zu verbleiben. Im Übrigen gingendie Vorschläge des fürstlichen Ausschusses u. a. dahin, es sei einfester Friede herzustellen, durch welchen dem Kaiser sein Hausgutund das Reichseigentum gesichert werde, auch die Kirchen undEinzelnen wieder zu dem ruhigen Besitz des Ihrigen gelangen.Diese Vorschläge wurden von dem Kaiser und den Fürsten wie esscheint in ihrem ganzen Umfang angenommen. Darauf schickte derReichstag Gesandte an den Papst, um diesem Nachricht von demWirzburger Abkommen zu bringen und ihn zugleich aufzufordern,das in Aussicht genommene Konzil zusammen zu berufen. Zu leb-haftein Bedauern aller wahren Freunde des Friedens zeigte sichaber bald, wie wenig es dem Kaiser Ernst war mit der zur Schaugetragenen Nachgiebigkeit gerade im Kardinalpunkt des Streitszwischen ihm und den: Papst. Am 28. Dez. 1121 war nämlichBischof Erlung von Wirzburg nach vierjähriger abschreckender Krank-