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lichen vier Grafen vom 23. Februar 1402"°) in Betreff der ge-meinschaftlichen Burg lernen wir die Kapelle, den Brunnen, denVorhof (die Vorburg) und das innere Thorhaus (Thorturm) als solcheBestandteile derselben kennen, die sie gemeinsam zu unterhaltenhatten, während von der Ringmauer jeder nur dasjenige Stück,welches zu seinem Teil gehörte, nötigenfalls in bessern Stand zusetzen hatte. Dabei folgt aus der beigesetzten Klausel, letzteres seiso auszuführen, daß der Gang auf derselben nicht gehindert werde,daß die Hauptburg eine zusammenhängende, mit Zinnen und be-decktem Umgang versehene Ringmauer hatte. Da diese sich ohneZweifel hart auf dem Rande der Bergplatte erhob, und die zudiesem hinaufführenden Abhänge im Westen, Süden und Nordenmitunter mehr als 45° Steilheit haben, war natürlich kein Platzzu einem vorgelegten Graben. Aus dem Uebereinkommen der vierZoller-Grafen sind zwar nur die gemeinsam zu unterhaltenden Be-standteile der Burg ersichtlich. Im Übrigen hat man aber nach Ana-logien offenbar namentlich an Türme zu denken, welche an geeig-neten Stellen der Ringmauer eingefügt waren, im Halbrund die-selbe überragten und auf diese Weise flankierten, wobei alsdanndie Klausel sehr am Platze war, jeder Graf hätte den Gang aufder Ringmauer frei zu halten. An diese Türme lehnten sich nachInnen die Wohnungen der Herren, wie uns ein besonderer Vor-fall belehrt °>°"°). Wir erfahren ferner aus der Geschichte des GrafenFritz, genannt der Oettinger, und seines Bruders, daß die Ring-mauer auch geheime Pförtchen hatte, sowie daß zu ihrer Zeit einTurm, welcher ehedem im Burghof gestanden, ganz abgegangenwar"°"°"°), wobei man an den oben aufgeführten vonjon denken kann.Außer diesem stand aber nach den aufgefundenen Grundmauernnach 1400 im Burghof ein isoliert stehender runder Türm, desseninnerer Durchmesser 12 Fuß betrug und der in einer soliden Aus-mauerung 30 Fuß unter den Boden hinabreichte. Erschiene diese
») Nov. 2o1l. I. Nr. 466.
Oettinger traf in seiner „Kammer vor einem Turme" der Burggeheime Verabredungen mit einem seiner reisigen Knechte über den Plan, seinenBruder aus der Burg hinaus zu werfen.
"°"°"°) Zwischen beiden war 1413 Streit wegen einer „Hofstatt" (Platz),auf welcher „der alte Turn" gestanden.