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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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östliche Stück der Ringmauer der Hauptburg mit dem Tor zudieser erhob. Erwägt man, daß das Grasenhaus Zollern schon indem zweiten Viertel des 12. Jahrh. sechs erwachsene männlicheGlieder zählte (s. den ältesten Stambaum), so muß es auch bei dendamals sehr bescheidenen Ansprüchen selbst des hohen Adels an dieBequemlichkeit der Wohnungen auf der Burg Zollern eng herge-gangen sein, wie denn auch ein angesehenes Glied desselben desTaufnamens Gottfried (von 1134—1156) seinen Wohnsitz indem am Fuße des Zoller gelegenen Dörfchen Zimmern hatteund darnach Graf genannt wurde*). Es ist daher mit Sicherheitanzunehmen, man werde im Lauf der Zeit darauf bedacht gewesensein, nicht bloß die Widerstandsfähigkeit sondern auch die Wohn-räume der Burg immer mehr zu erhöhen bez. zu vermehren oderzu vergrößern. Als am Ende des 12. Jahrh., nachdem der alteHaigerlocher Zweig erloschen, sich die Hohenbergische- und Burg-gräflich-Nürnbergische Linie von dem nach der Zollerburg benanntenHauptstamm trennten, fuhren die ältesten Glieder derselben gleich-wohl noch einige Zeit fort, sich je und je nach jener zu nennen,woraus hervorgeht, daß diese, wiewohl sie bei der Real-Abteilungder drei Linien der schwäbischen zugefallen, immer noch als die ge-meinsame Wiege des Stammes betrachtet wurde.

Um das Jahr 1400 treten vier Grafen der letzteren, zweiBrüderpaare, darunter Fritz, genannt der Oettinger, und Eitel-fritz**) als gemeinsame Besitzer der Burg Zollern in der Weiseurkundlich auf, daß jedem ein Teil derselben zugewiesen war, wo-bei indes zu bemerken ist, daß nur das namentlich aufgeführteBruderpaar, auf welches wir unten zurückkommen werden, in derBurg wohnte, das andere dagegen ohne Zweifel in den zwei kleinenSchlössern zu Hechingen saß. Aus einem Uebereinkommen der frag-

*) Dieser Umstand macht es nicht wahrscheinlich, daß einer der drei älterenBrüder desselben vielleicht auf der Burg Hohenberg oder Schalksburg gewohnt;dieselben werden auch nur nach Zollern benannt. Die Burg Haigerloch warbis in das dritte Viertel des 12. Jahrh. von einer besonderen Linie bewohnt.

Da Friedrich (Fritz) auch der Lieblings - Taufname der schwäbischenZollern gewesen, so war man bald genötigt, demselben mancherhand, mitunterseltsame Beinamen wie der Ostertag, der Mülli, der Tägli beizugeben; bei desOettingers Bruder war solches Auskunftsmittel nicht nötig, da er nur (bloß)Fritz, d. i. Eitelfritz hieß.