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Die Geschichte der Grafen von Zollern von der Mitte des 11ten bis Schluß des 12ten Jahrhunderts nach urkundlichen und sonstigen zuverlässigen Quellen
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Zweifel die erste Grablege der Hohenzollern, da das am Fuße desZoller gelegene Kloster Stetten, in dessen Kirche sich auch eineFamilien-Gruft derselben befindet, erst nach der Mitte des 13. Jahrh.von einem Grafen von Zollern gestiftet worden.

Nach unseren obigen Ausführungen über Wodan und denhl. Michael ist die dem letzten geweihte Kirche auf dem Zoller ohneZweifel bei der Einführung des Christentums in der Umgegendan der Stelle eines Wodantempels erbaut worden, und der imVolksmunde des 16. Jahrhunderts noch erhalten gewesene NameMichaelsberg geht in die Zeit zurück, da die Burg dorten nochnicht bestanden. Stammt nun das oben beschriebene ansehnlicheBildwerk am frühesten erst aus dem 11. Jahrh., so mußte einganz besonderer Anlaß vorgelegen sein, dem man die jedenfallsteuer zustande gekommene Fertigung und Einsetzung desselben indie längst bestandene und natürlich auch geweihte Kirche zu ver-danken hatte. Und man wird nicht irre gehen, anzunehmen, eswerde geschehen sein, als dieselbe mit Zustimmung des Diözesan-Bischofs Kapelle der Burg Zollern geworden und die Herren derletzteren unter dem Chor derselben ihre Familien-Gruft erbauten.Hieraus darf man nun auch den Schluß ziehen, daß die Burg aufdem Zoller nicht vor dem 11. Jahrh. und zwar von einem Ahn-herrn des darnach benannten Geschlechts erbaut worden, wie dennauch für die erste Hälfte des angegebenen Jahrh. der älteste der-selben nachgewiesen ist. In Folge der neuen Bestimmung der ur-alten Bergkirche mag wohl eine nochmalige besondere Weihe vor-nommen und bei diesem Anlaß dieselbe mit den kostbaren Stein-denkmalen als erste Ausstattunng von Seiten des Burgherrn ge-schmückt worden sein. Und zwar ist bei dem Festhalten der altenKirche an dem Ueberlieferten, der Stabilität derselben anzunehmen,daß, wie 1461 bei dem zweiten Burgbau, auch die erste Ein-weihung der Michaels-Kirche als Kapelle der ältesten Burg andem 29. Sept., dem großen Feste des Heiligen, erfolgt ist. Diesesaber ist eben für das abgeschaffte heidnische des Wodan eingesetztworden.

Von der Ausdehnung und Beschaffenheit der Burg, wie solcheschon im 11. Jahrh. und noch viel weiter herab bestanden, weißman nur sehr wenig. Sicher ist, daß dieselbe in den ältesten