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streichenden hohen Rücken bildenden Berges mit dem schwäbischen„Zuller" uns nicht zutreffend, allzu kleinlich erscheint. Ferner istdagegen einzuwenden, wenn die angebliche kegelförmige Gestalt des-selben ihm bei den Umwohnern den Namen Zoller-Zullereingetragen, wie ist es zu erklären, daß neben den andern derSchwaben-Alb vorgelagerten, im Ganzen gleich gestalteten Bergener allein diesen Namen erhalten haben soll?
Eine dritte, zumeist sprachliche Erklärung, bei welcher übrigensdie natürliche Beschaffenheit des Berges auch in Betracht gezogenwird, ist folgende*): Der Burgname Zoll er sei aus dem keltischenStammwort Rai, Rot, Aoll, das Bergveste bedeutet habe, undder deutschen Ortsnamen-Endung ära, ävia, arura, entstanden, sodaß Rolari, woraus nach dem Beispiel von ts^ula-Ziegel, Aolarigeworden, Bewohner der Bergfeste bedeuten würde.
Diese Erklärung setzt, womit es allerdings seine Nichtigkeithat, eine keltische Bevölkerung der Umgegend des Zoller, welchereine germanische (suevische) folgte, voraus; es ist aber, von der sue-vischen abgesehen, die römische Besetzung derselben, welche dochgegen zweihundert Jahre gedauert, übersehen worden. Und dochist unzweifelhaft, daß die Römer bei den militärischen Anstalten,die sie zur Sicherung des sogenannten Zehentlandes, zu welchen:die Umgebung des Zoller jedenfalls gehört hat, getroffen, diesenentsprechend hereingezogen haben werden. Gehört er doch zu jenenmehr oder weniger isolierten Bergen, welche gleich einer Kette vonHochwarten dem steilen Nordwest-Abfall der Schwabenalb, dem vonder Natur zur Verteidigung der rückwärts liegenden Donaulinieaufgeworfenen Wall, vorgelagert sind. Und wenn, wie man an-nehmen muß, hervorragende, eine Fernsicht gewährende Berge denrömischen Strategen bei Besetzung eines Landes vornehmlich alsRichtungs- und Orientierungs-Punkte gedient haben, und zu einerKette von korrespondierenden Signal-Türmen benützt wurden, so
*) Birlinger in seiner 1 s in a, n n i u» I. S. 278—283. —Förste-man, altdeutsches Namenbuch Band II. Ortsnamen. Zweite völlig neue Be-arbeitung 1872 sagt S. 1659 bei dem Artikel 2oIro äs 2. <-. n. 10SS, Zollern,Hohenzollern: „Wenn der Name deutsch ist, so köunte er mit dem gothischentulNuu befestigen und tulKibllu Befestigung zusammen hängen."