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Zweites Kapitel. Der Thurgaugraf Landold von 972—991 ge-hörte dem Stamme der rätischen Burkardinger an und ist derAhnherr des Hauses der nachmaligen HerzogevonZäh ringen und Markgrafen vonBaden S. 218bis 224. Diese unsere Aufstellung über die Wurzel des ZähringerHauses, worüber schon so viel geschrieben worden, ohne daß dieKritik das erzielte Resultat für irgend annehmbar gehalten*), istaber für den, welcher orientiert ist, wirklich ein novuiu und derVerfasser eines in der Beilage der Allgem. Zeitung (München) er-schienenen Artikels über den ersten Teil sagt, unsere „auf deinWege scharfsinniger Untersuchungen" gewonnene Ansicht sei, solange nicht der Beweisführung wirkliche Unmöglichkeiten nachge-wiesen werden können, sehr beachtenswert, „mindestens" ebenso alsdie anderen bis daher über den Ursprung der Zähringer aufge-stellten Behauptungen.
Wenn K. ferner meint, wir hätten uns der mühevollen undzeitraubenden Arbeit, in den 37 Druckseiten begreifenden AbschnittenI. u. II. unseres ersten Teils die Grafschaften und den Besitzstanddes Gesamthauses Zollern und die Gaue, darin solche gelegen, zu-sammenzustellen, was in der erwähnten Einleitung ganz fehlt, darumunterzogen, weil solche „den Schauplatz der weiterhin(in der Geschichte der Gr. v. Z.) behandelten Ereignissebilden", so ist daraus ersichtlich, daß er den innern Gang unsererBeweisführung, wie solche S. 45—58 des Näheren zu ersehen, nichtverfolgt, gar nicht erkannt hat, daß wir mit Abschn. 1. u. II. festenBoden fassen wollten und sicherlich gewonnen haben**) für unsere
*> Der noch nicht lange gestorbene großherzoglich- badische Archivrat Dr.Bader, der sich viel mit dem Ursprung der Zähringer befaßt hat, stellt zwar,aber nur auf eine unzuverlässige Quelle gestützt, auch den Thurgau-GrafenLandold als Urgroßvater des Herzogs Bertold I. von Zähringen <4 1073)auf, ohne aber daß ihm gelungen, den Stamm, welchem Landold angehörte,aufzufinden, denn er sagt S. 7 seiner Schrift „der Zähringische Löwe": „wasweiter (jenseits Landows) liegt, ist ein ungemessenes Feld, dessen Anbau dieForscher vergeblich Schweiß gekostet, da es immer nur zweideutige Früchteträgt". Über eine andere neuere Ansicht siehe unsere Anm. 223 des ersten Teils.
"*) Archivrat Dr. Stälin in Stuttgart und Dr. Ernst Beruer, Sekretärdes Königl. Hausarchivs in Berlin, haben, jener in seiner Besprechung unseresersten Teils in der Beilage zur Allgem. Zeitung in München, dieser in den