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und bci sonst regelmäßigen Zügen mit einer mehr kurzenals langen, etwas aufgeworfenen Nase.
Die Tracht, worin Friedrich in dieser Abbildung auf-tritt, ist ein langes seidnes Untergewand mit einem eben-falls seidnen, faltenreichen, mit Zobel gefütterten Oberge-wande. In den sonstigen gleichzeitigen Darstellungen be-gegnet er uns bald, wie auf seinem Reitersiegel, in vollerKriegsrüstung, den Adlerschild in der einen, das Schwertin der andern Hand und den mit dem Pfauenspiegel gezier-ten Helm ans dem Haupte; bald in einer Art von ritter-licher Hofkleidung, einem goldgestickten nur bis an das Kniehinabreichcnden Rock, mit Sporen au den Füßen und un-mäßig langen Schnabelschuhen, nach der unbequemen Modeseiner ZeitU Bei feierlichen Gelegenheiten war die Klei-dung, wie schon früher erwähnt, fast immer die geistliche.In dieser Tracht unterschied ihn von einem Lektor oderEpisteler nur der Kurhut, der bis in die Zeit des GroßenKurfürsten, nicht bloß ein Zeichen der Würde war, sondernden Kurfürsten auch als gewöhnliche Kopfbedeckung diente.
Von den geistigen Eigenschaften, welche Friedrich aus-zeichneten, wird in gleichzeitigen Urkunden besonders seinerRedlichkeit, seiner Zuverlässigkeit und Treue, so wie seinerEinsicht gedacht. Vorzüglich die Urkunden des KönigsSiegmund, die vor seinem Zerwürfnisse mit dem Markgra-fen ausgefertigt wurde», preisen oft diese „und andere man-nigfaltige Tugenden, womit der allmächtige Gott seine Per-son geziert" habe. Auch das Collegium der Cardinäle
1) Lsn. <te VVeitmil, ttl»'. in ct. Keript. rer. Lotn tnvl. inetr.
II, N94.