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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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Einigung mit Mecklenburg-Schwerin, Zurückgabe von Dömitz undGorloscn (1423).

Gewöhnlicher war es sonst, daß die bei der eben er-wähnten Unternehmung verbundenen Strcitkräfte Mecklen-burgischer und Märkischer Eingesessenen gegen einander imKampf standen und sich in den Grenzgebieten beraubten undbefehdeten. Vorzüglich zeichnete sich Mecklenburgischer Seitsder erwähnte Rcimar von Plessen in solchen Unternehmun-gen gegen Bewohner der Mark ans, und diesen wurde,ungeachtet des noch nicht abgelaufenen, im Jahre 1420 zuPerleberg verabredeten Waffenstillstandes, von oben her sowenig Widerstand geleistet, daß wir vielmehr den HerzogAlbrecht V. von Mecklenburg-Schwerin persönlich an derglei-chen Friedenöbrnchen und Raubthatcn Theil nehmen sehen,er z. B. mit dabei beschäftigt war, am 13. Juni 1422 denNcu-Ruppinern vor der Stadt ihre Pferde, Ochsen, Küheund Schafe, so wie im Octobcr desselben Jahres einigenBürgern zu Lenzen ihr Vieh zu nehmen.

Solche Gebietsverletzungen bewogen den MarkgrasenFriedrich, gleich nach seiner Rückkehr aus Böhmen undSachsen, am 0. Februar 1423, mit dem Herzoge Albrechtvon Mecklenburg eine persönliche Zusammenkunft in Perlc-berg zu halten. Mit Recht vermuthend, daß weniger dieFürsten selbst, als ihre Vasallen, der Aufrechterhaltungeines sichern Friedens abgeneigt wären, begab er sich hiermit dem Herzoge allein in ein Zimmer, von welchem diebeiderseitigen Räthe ausgeschlossen blieben. Die Fruchtder Unterredung war ein auf Lebenszeit geschlossener Frie-dens- und Frcundschastövertrag, dem die Verlobung Herzog