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einlegen, daß er nicht also gefordert sei, „wie man einenKurfürsten und Fürsten deö Reiches billig fordern solle",und die fünf andern Kurfürsten traten dieser Protestationbei, da „ein Kurfürst nur vor den andern Kurfürsten un-ter dem Vorsitz des Kaisers belangt werden könne."
Bewundernswürdig ist der Gleichmuth, welchen Mark-graf Friedrich allen solchen Aeußerungen feindseliger Leiden-schaftlichkeit des Königs entgegensetzte. Er ließ sich da-durch zu keiner Handlung oder Unterlassung verleiten, wieseine Widersacher solche wohl gern auszuweisen gehabt hätten,woraus auf Mangel an Treue und Dienstwilligkeit gegenden König und das Reich geschlossen werden konnte. Auchals König Siegmund im Sommer 1424 zum 29. Septem-ber und später zum 25. November einen Reichstag nachWien ausschrieb, wo alle übrigen Kurfürsten, mit Aus-nahme des Sächsischen, wegen der Entlegenheit des Ortesausblieben, erschien Markgraf Friedrich daher nicht nurpersönlich, sondern erklärte er sich auch zur Gewährungder von dem Könige geforderten Reichshülfe gegen die Hus-siten vollständig bereit, ungeachtet des ihm in der MarkBrandenburg drohenden Pommerschen Krieges, zu welchemder König selbst den Muth der Gegner Brandenburgs er-hoben hatte. Sogar mitten in diesem Kriege entschloß sichder Markgraf, die Fortführung desselben seinem SohneJohann zu überlassen, um mit dem Kurfürsten von Sach-sen einem neuen Reichstage beizuwohnen, den König Sieg-mnnd zum 10. Februar 1426 nach Wien ausgeschriebenhatte, der jedoch erst am 5. März begann, und dessen Ver-handlungen über einen erneueten Beschluß zur Vertilgung