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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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Haltung des Verlöbnisses der Prinzessin Hcdwig mit demBrandenburgischcn Prinzen. Der Pfalzgraf vom Rhein,bemerkte König Erich unter Anderem, solle dem König vonPolen und dem Großfürsten von Litthaucn mit den übrigenKurfürsten geschrieben haben, sie mögtcn sich nicht an einensolchen Blutvergießen- und Leutevcrführer verweisen lassen,sondern Dem ihr Wort halten, der solcher Handlungsweisefremd sei. Für die Gesandten antwortete der Bischof vonSpcier: „Gnädiger Herr, wäre mein Herr Herzog Ludwig, derPfalzgraf, anwesend, so würde er sich wohl zu rechtfertigenwissen." Doch der König sagte ihm drohend: „Ist demaber also, daß der Pfalzgraf solche Briefe geschrieben hat;so werde ich mit Gottes Hülfe mein Hanpt nicht eher zuGrabe legen, bis ich mich dafür an ihm gerächt habe."

Wie aufgebracht aber auch beide Könige, der Römischeund der Dänische, gegen die Kurfürsten von Brandenburgund von der Pfalz sein mogtcn; so gebrach es ihnen glück-licher Weise doch an aller Kraft, dieselben ihren Zorn mitbewaffneter Hand fühlen zu lassen. Beide gekrönte Häup-ter waren in dieser Beziehung damals fast gleich ohnmäch-tig. Den Versuch aber, den König Siegmnnd in dieserZeit machte, vermöge seiner oberstrichterlichcn Anctoritätden Markgrafen in seiner kurfürstlichen Würde zu verletzen,wies dieser mannhaft zurück. Denn da der Markgraf, inFolge einer Anschuldigung des Herzogs Ludwig von Baiern-Jngolstadt, von dem Könige zu dreien Malen (11. October1423, 14. Jannar und 18. September 1424) vor seinHofgericht geladen wurde, ließ Friedrich im königlichenHofe, vor Notar und Zeugen, eine förmliche Protestation