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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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immer verbunden gehabt habe'. Je leichter Siegmundmm überhaupt sich von Empfindungen bewegen und vomAugenblicke sich beherrschen ließ, je weniger er auch eigenenFehlgriffen die Schuld des Böhmischen AufstandcS nnd dasMißlingen des Unterdrücknngsversuches zuschreiben mogte;desto eher gab er sich der Vorstellung hin, als sei der Er-werbcr der Mark Brandenburg Miturheber seines Unheils,und desto unverantwortlicher konnte es ihm dann scheinen,daß Friedrich, dessen Beistand ihm stets so gute Fruchtegetragen, ihn in diesem wichtigen Falle ohne Unterstützunggelassen hatte.

Daß Friedrich im Winter 1420 und 1421 sich ausder Mark Brandenburg entfernte, wo seine längere Gegen-wart doch so nothwendig war, und daß er in Franken denKrieg mit den Herzögen von Baicrn-Jngolstadt, zu nichtgeringem Nachtheil seiner Stammlandc, seiner Gemahlinund seinen Bundesgenossen allein überließ: das zeigte zwarwieder von Neuem, wie der Markgraf in alter Treue undAnhänglichkeit vor Allem für seine Pflicht hielt, zu demniedergebeugten Könige nach Böhmen zu eilen. Er brachtehier mit den Markgrafen von Meißen, die ihn begleiteten,die letzten Tage des Jahres 1420 und die ersten des fol-genden Jahres meistens zu Leitmcritz, einige auch zu Brichund Außig, bei dem Könige zu, und suchte durch das Ver-sprechen, ihn? künftig kräftige Hülfe gegen die BöhmischenHussitcn zu leisten, den gebrochenen Muth deS Königs wie

I) Hen. 8)'IvU klist. voll. cnp. 39. p. 1420. 1421. VW soll-«li^eii Lv^vewsteNe» nn diesem ^vseimitts eiitimlten Nie Hliiili.Vorteil. V, 219—240.

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