190
Klageschrift über das von dem Burggrafen gegen ihn beob-achtete Verfahren, welche von ihm den Städten zugesandtund im Lande verbreitet wurde.
„Ich klage Euch", lautet dies freche Schriftstück, dasunö in Dictcrichs Handschrift vorliegt, „über den Burg-grafen, daß derselbe stillschweigend vor meine Schlösser„gezogen ist und hat mir die abgewonnen; obgleich ich„meines Herrn des Königs Mann war, dessen Gebote ich„nie (!) versessen habe, und obgleich ich vor der Zeit bei„dem Burggrafen war zu Zerbst, wo derselbe mir sagen„ließ, er wolle mir einen Tag anberaumen in der Mark„vor meines Herrn Herren, Mannen und Städten. Hätte„er dann Ansprüche an mich, so sollte ich ihm darüber„antworten; wozu ich sagte, daß ich es gcru thun wolle,„indem ich mich zu Gleich und Recht zn dieser Zeit erbot,„wie ich mich vor dieser Zeit oft und mannigfaltig gegen„Euch dazu erboten habe und mich auch heute noch gegen„jeden Biedermann dazu erbiete; was mir doch Alles nichts„hilft! Den Rechtstag, welchen der Burggraf meinte, den„legte er mir vor Friesack, ohne seine Ehre zu bewahren;„stillschweigend, bis die Scinigcn schon vor dem Schlosse„lagen. Wird nun Eure Vermittlung nicht erwirken, daß„der Burggraf mir das Meinigc wieder giebt; so muß ich„überall über den Burggrafen klagen, wie derselbe den„Gans verrathen hat, was leider nur zu wahr ist, und„wie er meinein Bruder Hans den Vertrag, wodurch der„Burggraf Plane in Besitz bekam, gebrochen hat w. w.„Diese Schlechtigkeit des Burggrasen muß ich öffentlich