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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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geschlossenen Friedens zu nöthigen! — Die Zeit dazu warindeß, nach des Burggrafen besonnenem Urtheil, noch nichtgekommen.

Scheinbar ohne der Ereignisse an der MagdeburgerGrenze weiter zu achten, begab Burggraf Friedrich sich ausder Altmark in die Prignitz, nachdem er auf dein Zugedahin am 11. Dezember noch zu Werben die Huldigungangenommen hatte. Schon den folgenden Tag legte Per-leberg, die Hauptstadt der Prignitz, den Eid in die Händedes Burggrafen ab und ihrem Beispiele folgten am 13.Dezember Pritzwalk und am 14. Dezember Kiritz. Biszuletzt in dieser Rundreise hatte Burggraf Friedrich sichaufgespart, iu der Stadt Havelberg, welche ihm zuerst ihreErgebenheit bezeigt hatte, auch persönlich die Huldigung dergesammten Bürgerschaft einzunehmen. Dies geschah am17. Dezember

Es braucht kaum bemerkt zu werden, daß der schloß-gesessene Adel der Prignitz sich nicht folgsamer erwies, alsder Altmärkische. Der Bürgerstand, seiner eigensten Rich-tung nach, dem Fortschritte mehr zugeneigt, kam auch hier,wie überall, bereitwillig dem neuen Regimente entgegen,das wohlthätige Reformen herbei zu führen versprach. Wowäre dagegen je der starre Widerstand, welchen eine be-festigte Aristokratie dem Uebergange zu veränderten, ihrGewicht schwächenden Verbesserungen in den Verhältnissendes öffentlichen Lebens, stets entgegen setzt, durch Rücksich-ten auf das gemeine Beste oder durch landesherrliche Ge-

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