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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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das Havelland gewaltsam zu öffnen, so würden sie sicher-lich ihren Sieg verfolgt haben, in die Mittelmark tiefereingedrungen sein, und so vielleicht der erst schwach begrün-deten Herrschaft des Burggrafen ein schnelles Ende bereitethaben. Sie wären schwerlich sofort wieder in die Uker-mark zurückgegangen. Noch weniger würde der Burggrafunmittelbar nach einer solchen Niederlage sich der erweitertenAnerkennung sowohl in der Altmark und Prignitz, als auchin der Mittelmark, zu erfreuen gehabt haben, die ihm,gleich nach dem Kampfe auf dem Kremmer Damme zuTheil ward. Selbst alte Anhänger der Quitzows undGrenznachbarcn der Pommern in dieser Gegend, wie Wer-ner von Holzendorf, der Pfandbesitzer von Liebcnwalde, zei-gen sich unmittelbar nach diesem Vorfalle, dessen Ausgangdaher das Ansehn des Burggrafen nicht gemindert, sondernerhöht haben muß, im Kreise seiner geschwornen Mann-schaft.

Aeltere Geschichtsschreiber stellen die widersätzlichenMärkischen Vasallen, namentlich die von Quitzow, insofernals Urheber des ganzen Conflictes mit den Pommern dar,als die jungen Herzöge durch sie zu dieser Gewaltthatbewogen sein sollen. Es läßt sich schwer beurtheilen, wieweit dies Vermuthung oder Gewißheit ist. Dagegen ist esgewiß Erdichtung, daß Märkische Eingesessene, wie CasparGans, Dieterich und Johann von Quitzow, Wichard vonRochow und Andere an dem Gefechte bei Kremmen persön-lich Theil genommen und an der Seite der Pommernher-zöge gegen den Burggrafen gestritten haben sollen. Hät-ten Märkische Eingesessene in solcher Weise dem Burggra-

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