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die Verwüstungen erwarten, welche durch Märkische Einge-sessene bisher über die Nachbarland? verbreitet waren; sokonnte dies als ein Gewinn erscheinen, welcher selbst denbei einer Vertheilnng der Mark erreichbaren Erwerb vonLanden und Leuten überwog: — wenigstens in den Augenderjenigen Fürsten, welche die Vortheile richtig zu würdigenwußten, die ein geordneter Zustand der Nachbarlande im-mer auch über die eigenen verbreitet.
In dieser Lage befand sich vorzüglich der ErzbischofGünther von Magdeburg, der sich weniger darnach sehnte,seine Lande zu erweitern, als sie in Frieden beherrschen zukönnen. Nirgends hatte auch die Märkische Fchdcsncht an-haltender ihr böses Spiel getrieben, als in dem erzstifti-schen Gebiete. Und diese Verletzungen der MagdcburgischeuLande wurden noch ungcschenet sortgesetzt, während Burg-graf Friedrich schon in der Mark anwesend war. Hansvon Quitzow hatte z. B. im Jerichowschen Kreise noch am15. Juli 1412 von dem Dorfe Wusterwitz 22 WinspelHafer und eben so viel Tonnen Tangermündisches Bierals Baudschatzuug erpreßt und am 20. August in Gemein-schaft mit seinem Bruder Dieterich, mit Siegmund vonKnoblauch, mit denen von Lindow, von Kahlenberg undAnderen, das Schloß und Städtchen Milow in Brand ge-steckt i.
Solche Umstände drängten den Erzbischof zu dem Wit-tenbcrger Vertrage vom 19. September 1412. Nach vier-tägigen Unterhandlungen, woran auch Herzog Rndolph von
i) c-°a, ii, m, 29g. ,