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29. September 1412 sah die Stadt den Stammvater derKönige, deren Residenz diesen Ort später verherrlicht hat,zum ersten Mal in ihren Mauern".
Burg und Stadt Potsdam, mit dem anliegenden,durch den bogenförmigen Lauf der Havel und mehrereSeen umschlossenen Bereich des Havellandes, welchen manWerder oder Insel Potsdam nannte, war in früherer Zeiteinige Mal nahe daran gewesen, ganz ans landesherrli-chem Besitz in geistlichen Gebrauch überzugehen und so dasSchicksal fast aller vorzüglich schön gelegenen Orte derMark zu theilen. König Otto III. hatte die Besitzung den3. Juli 993 der Aebtissin Mathilde von Quedlinburg ge-schenkt, bevor die Wenden diese Gegend ihrer Herrschaft wie-der unterwarfen: und später, unter dem 27. Februar 1323,verkaufte Herzog Rndolph von Sachsen, als vormundschaft-lichcr Regent der Mark Brandenburg, Stadt und WerderPotsdam für 160 Marck Silber dem Domstifte der Kathe-dralkirche zu Brandenburg. Dennoch kam Potsdam wiederin die Hände der Landesherren zurück, da Markgraf Ludwigder Baier diese Handlung des vormundschaftlichen Regentennicht anerkannte. Der Markgraf schätzte den unmittelbarenBesitz Potsdams so hoch, daß er sogar in einer eigens zudiesem Zwecke ausgefertigten Urkunde vom 18. Juli 1345die Versicherung niederlegte, Potsdam nie zu verpfänden.Diese Zusicherung ist dem Orte jedoch in der Folge nichtgehalten. Noch in der Zeit der Venerischen Markgrafenwurde derselbe Pfandinhabern überlassen, bis Kaiser Karl
25) Lad. eoiit. I, 66.