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berief Burggraf Friedrich demnächst eine allgemeine Ver-sammlung der Landstände nach Brandenburg. Diese konntefrühestens in 14 Tagen zu Stande kommen: die Einladungerfolgte daher erst zum 10. Juli. Die Zwischenzeit benutzteFriedrich zu einem Zuge nach Berlin. Vor dem Aufbruchedahin hatte er in Brandenburg nur einigen in dem LandeZauche begüterten Vasallen die Belehnung erneuet undunter Mitwirkung der Herzöge von Sachsen und der Gra-fen von Schwarzburg gewisse Streitigkeiten zwischen derAltstadt und der Neustadt Brandenburg geschlichtet''.
Daß Burggraf Friedrich sich, mit Uebergehung allernäher gelegenen Städte, von Brandenburg gleich nach Ber-lin begab und von Berlin und Cöln sofort, also unterallen Märkischen Städten zuerst, die Huldigung forderte;während selbst die Huldigung Brandenburgs noch ausgesetztblieb, bis nach abgehaltener Versammlung der Landstände:das könnte zwar daraus allein erklärt werden, daß Berlinund Cöln schon damals Orte von vorzüglicher Bedeutungwaren. Allem Anscheine nach aber gab vielmehr eine vor-züglich widersetzliche Haltung Berlins und Cölns die Ver-anlassung dazu, die Anerkennung von Seiten dieses, fürviele kleine Städte maßgebenden Ortes zuerst zu fordernund nöthigen Falls zu erzwingen.
Denn Berlin, welches das Schloß Köpuick pfandweiseinne hatte, gehörte mit zu den Psandbcsitzern, die KönigSiegmund aufgefordert hatte, sich die Auslösung ihrerPfandstücke gefallen zu lassen. Es gab Köpnick auch erst
4) voS. III, I, 47. I, IX, 8S.