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2 (1861) Markgraf Friedrich, erster Kurfürst von Brandenburg aus dem burggräflichen Hause Zollern
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Nachfolger des an Stelle der beiden erstern von dem Con-cil zu Pisa erwählten Papstes Alexander.

Die geistlichen Kurfürsten von Mainz und Cöln hiel-ten es mit dem Concil zu Pisa und dem von diesem aner-kannten Papste. Indem sie durch die Wiederbesetznng deserledigten Reiches eine ihrem kirchlichen Partheistandpunktegünstige Entscheidung herbeizuführen hofften, waren sie indem Wahlkampfe sowohl Wenzels als Siegmnnds Gegner.Denn von beiden Königen stand zu besorgen, daß sie demPapste Johann XXIII. die Anerkennung versagen und sichmit dem Burggrafen für den Papst Gregor XII. entscheidenwürden.

Ein anderer Theil der Wahlfürsten, wozu außer demKönige Wenzel von Böhmen, der Kurfürst Rudolph vonSachsen und der Träger der Brandenburgischen Kurwürde,der Markgraf Jöbst von Mähren, gehörten, hatte die Ab-setzung Wenzels nie als rechtmäßigen StaatSact anerkanntund in dem Könige Ruprecht immer nur einen Usurpatorerblickt. Für diese Parthei hatte Ruprechts Tod daherüberhaupt keine Erledigung des Thrones, mithin überallkeine Veranlassung zur Vornahme einer neuen Königswahlherbeigeführt.

Bei beiden Partheicn mußte jeder Versuch, sie zu derWahl Siegmunds geneigt zu stimmen, voraussichtlich scheitern,sowohl an der starr fest gehaltenen kirchlichen Parthcirichtung,welche die erstere, als an der Einheit der politischen Ue-berzeugung von der Unabsetzbarkeit des Reichsoberhauptes,welche die letztere verband: zumal da Siegmunds nnd Frie-drichs Politik das unwürdige, schon in mehreren Wahlfälleu,