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1 (1878) Allgemeine Geschichte des Geschlechts von Schwerin
Entstehung
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werke Blüchersvorwärts in der Ukermark und Bülowssiege in Meklenburg, legte 1830 die StammschäfereiYorksthat in der Ukermark und die Besitzungen Scharnhorst und Schillsversteck in Meklenburg an undkaufte 1839 Göhren, 1840 Georginenau, beide in Meklenburg-Strelitz, und 1841 Lemmersdorf in der Uker-mark.

Demnach bestand die Herrschaft Wolfshagen zur Besitzzeit des Grafen Hermann von Schwerin aus

I folgenden Gütern:

a) in der Ukermark

aus dem Stammgut Wolfshagen, Amalienhof, Schlepkow, Hetzdorf, Ottenhagen, Hildebrandshagen, Damerow,Städtchen Fürstenwerder, Wilhelmshain, Kleisthöhe, Gneisenau, Bülowssiege, Yorksthat und Lemmersdorf;

b) in Meklenburg-Strelitz

aus Mildenitz, Carlslust, Krekow, Gross-Daberkow, Hornshurrah, Blüchersvorwärts, Scharnhost, Schillsversteck,Göhren und Georginenau.

Nach den letzwilligen Anordnungen des Grafen Hermann von Schwerin und seiner Gemahlin Rosaliegeb. Reichsgräfin von Dönhoff vom 29. Juni 1853, 23. Mai 1856 und 24. Jan. 1857, publicirt den 11. Aug.1858, wurde das Stamm- und Lehngut Wolfshagen auf deren 3 Söhne Carl, Wilhelm und Bogislav vonSchwerin (No. 24, 25 und 26) vererbt, und befanden sich dieselben, nachdem der Graf Otto (No. 23), der ältesteder 4 Söhne, in dem Auseinandersetzungs-Recesse vom 19. Mai 1860 den ihm im väterlichen Testamentebedingungsweise eingeräumten Rechten auf Wolfshagen gegen eine bestimmte jährliche Rente entsagt hatte,im unbedingten gemeinschaftlichen Lehnbesitz dieses Gutes.

Nach § 15 der Anordnung vom 24. Jan. 1857 wurde von dem Grafen Hermann von Schwerin fest-gesetzt, dass, falls seine Söhne den gemeinschaftlichen Besitz von Wolfshagen aufheben wollten, der GrafCarl von Schwerin zur alleinigen Annahme das Vorzugsrecht haben sollte, und wurde demzufolge dem Letz-teren, als jener Wunsch eintrat, durch gerichtlich vollzogene Vergleiche vom 19. Mai und 31. Octb. 1860 dasStammgut Wolfshagen nebst Zubehör, in welches auch die bei Wolfshagen belegene, zu dem MeklenburgischenDorfe Hornshurrah gehörige Ziegelei einbegriffen ist, zum ausschliesslichen Lehnbesitz und Eigenthum vonseinen Brüdern, den Grafen Wilhelm und Bogislav von Schwerin, überlassen. Seit dem am 8. Aug. 1863erfolgten Tode seiner Mutter ist Graf Carl von Schwerin Besitzer des Stammgutes Wolfshagen, und verlegtedieser hierher auch in demselben Jahre von Mildenitz aus seinen Wohnsitz 11 . Die Berichtigung des Besitz-titels erfolgte auf Decret vom 11. Mai 1864.

Das jetzige Stammschloss Wolfshagen ist von dem im Jahre 1705 gestorbenen Reichsgrafen Otto vonSchwerin (Taf. XVIII. 4) erbaut worden, nachdem das aus der Zeit des Blankenburg'schen Besitzes stam-mende Schloss verfallen war; von dem gegenwärtigen Besitzer hat dasselbe eine würdige Restauration er-fahren. Das sehr schöne, in den Jahren 1857 und 1858 erbaute Gotteshaus in Wolfshagen rührt von demGrafen Hermann her, die in edelstem Styl erbaute Familiengruft von dem jetzigen Besitzer, und w r urdenin diese 1861 auch die im Krekower Erbbegräbniss beigesetzten Familienglieder übergeführt. Den umfang-reichen Park zieren zwei von dem Grafen Hermann errichtete Denkmäler, das eine zum Gedächtniss derim Befreiungskriege Gefallenen, zu welchen ja auch der Bruder des Grafen Hermann, der bei Belle-Alliancegebliebene Graf Wilhelm von Schwerin (No. 16) gehörte, das andere zu dauernder Erinnerung an die Gross-that des Königs Friedrich Wilhelm III. von Preussen, welcher dem Gesammtgeschlecht von Schwerin dasAmt Spantekow wiedergab 2 *.

Ein besonders schöner Schmuck des Wolfshagen'schen Schlossgartens ist das in der Nähe der Kircheund der Familiengruft aufgestellte Standbild des Grafen Hermann, welches die dankbaren Söhne ihrem ver-ewigten Vater im Jahre 1861 errichtet haben.

Die vorerwähnte Kirche zu Wolfshagen ist Filial von Hetzdorf. Das früher in Privatbesitz befindlicheWassermühlengrundstück ist von dem jetzigen Besitzer im Jahre 1860 für 13,000 Thlr. angekauft worden.

Wolfshagen hat ein Areal von 832 h 45 a 81 qm (3260 Morg. 81 QR.).

Yorksthat, siehe Gneisenau.

1) Vgl. Th. II S. 309, 313, 314, 316, 332, 334, 339, 341. 2) Vgl. No. 9. Grundbesitz der Linie Rehberg:Spantekow".

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