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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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516 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.

(37,2 col. 113 D) die Quaestiones in genesim Alchvines. 1 ) Eine einzigZeitanspielung fand ich zu 30, 37 f. (col. 108 B) Nee incredibile hoc videridebet cuiquam, cum hodieque in Hispania de equabus hoc idem fieri dicatnr.An einer Stelle wird der Physiologus und zwar, wie es scheint, die Dicta desJohannes Chrysostomus benutzt, nämlich 49, 9 col. 126 D, vgl. Physiol. ed.GL Heiderp. 16 N. III (allerdings mit geringer Abweichung). Neben der gewöhn-lichen Worterklärung nimmt aber auch die allegorische einen sehr breitenEaum ein 3 ) und überwuchert alles andre; das hat aber Remigius schon inseinen Quellen gefunden. Von Dichtern wird nur Lucan (7, 819) angeführt. 3 )Das Werk scheint nicht viel abgeschrieben worden zu sein, in alten Katalogen wirdes nur s. XII in Salzburg und s. XIII in Pontigny erwähnt. Hss.: Monac. 6221 s. XII. 6227s.X— XI. 5116 s.XII und 17114. 18528a. 22307. Ausgabe: Migne 131,51—134.

12. Psalmenerklärung. Remigius gibt in dieser umfänglichen Schriftanfangs Erklärungen über Sinn, Bedeutung und Einteilung der Psalmen,sodann nach Hieronymus und Augustin Erläuterungen zur Inschrift desPsalteriums und fährt dann mit den Briefen des Hieronymus an Damasusund an Paula, sowie mit Augustins Dicta quot sint virtutes psalmorum fort.Auf diese umfangreiche Einführung folgt ein kurzes Vorwort und dann diesehr wortreiche Erklärung der einzelnen Psalmen mit vorangestelltem Wort-laut der einzelnen Stücke. Sie lehnt sich hauptsächlich an den Psalmen-kommentar Augustins an, verwendet aber auch Gregor und andere Väter.Die Quellen werden allerdings, wie fast stets bei Remigius, nur ganz seltengenannt, 4 ) und Remigius verändert meist ihren Wortlaut und vermeidetsklavisches Abschreiben. Merkwürdig ist, daß Psal. 143 (col. 826 B) einPassus mit dem Einführungswort Remigius steht {Inclinatio coelonim fuüquando ad hominem honor supemorum descendit). Das sieht aus, als obRemigius nicht der Verfasser wäre, wahrscheinlich aber ist die Stelle eineInterpolation, die ohne Kenntnis der Autorschaft des Werkes gemacht ist.

In alten Katalogen wird die Erklärung genannt s. XI in Weißenburg und Nonantola,s.XV in Venedig. Hs. z. B. Berol. Hamilt. 565 s.XI. Admunt. 99 und 712 s.XII. Ausgabe:Migne 131,133—844. Benutzt wird der Kommentar in dem des Colon. 72 s. XIII nebenAugustin, Cassiodor und Hieronymus.

Außer diesen zwei Kommentaren erscheinen aber in alten Katalogennoch andere Erklärungen zu biblischen Büchern, die unter dem NamenHemmos (Haimos) von Halberstadt gedruckt sind. Die älteste Er-wähnung findet sich in Konstanz s. IX ex. und heißt (Becker 15, 202) Inepistolas Pauli Heimonis ut putatur volumina IUI. Außerdem werden er-wähnt Kommentare zum Hohenlied, den zwölf kleinen Propheten, zu Matthäus,zu den Briefen Pauli und zur Apokalypse; 5 ) von allen diesen wird nur derzum Hohenliede durch Sigebert (Scr. eccl. 123) dem Remigius beigelegt. 6 )Die Verfasser der Hist. litt, de la France 6, 106—114 machen sich dieSache leicht, indem sie alle Angaben des Anon. Mellicensis 76 über Hemmo

2 ) Sic Alwinus in qimestionibus suis. I mscr. p. 62) Expositio Remigii super epistolas

2 ) Vgl. col. 57 BD. 58 AB etc. | Pauli und Blois 1518 (Omont, Anc. invent.

3 ) Cap. 47, 29 col. 123 B. et catal. 1,18) 542 Remigius super epistolas

4 ) Vgl.Migne 131,150D. 163B. 472AD. Pauli fehlen.

476 C. 838 A. Zum Griechisch s. col. 483 C. 6 ) Williram von Ebersberg legte den Re-

547 A. migiuskommentar seiner deutschen Auslegung

5 ) Siehe Neues Archiv 32,682 f., wo Vene- des Hohenliedes zugrunde,dig (S.Giorgio) 1450 (Tomasini, Bibl.Venet.